1. Vernissage am 17. Januar 2020:
Künstler*innen:
Thorsten Klapsch, Cihan Cakmak, Raisan Hameed, Ian Joyce.
2. Vernissage am 8. März zum Weltfrauentag.
Opening Reception I: Friday, Jan 17 7 PM | Opening Reception II: Sunday, Mar 8 7 PM
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Zukunft und Krise, diese beiden Phänomene sind eng verbunden. Jüngst erinnert vor
allem die Jugendklimabewegung wieder daran, wie krisenhaft die menschliche
Entwicklung verläuft. Dabei hat die Krise eine andauernde, historische und vielfältige
Gestalt. Sie hat einen Körper aber viele Gesichter, sie ist global und lokal zugleich,
sie betrifft alle und doch einige mehr als andere. Es ist eine multiple Krise, sie ist
sozial, politisch, ökonomisch und ökologisch zugleich. Wohnraumkrise, Klimakrise,
die sogenannte Flüchtlingskrise, all dies ist Ausdruck einer Krise der gesellschaft-
lichen Reproduktion. Und ihre Verbindungen und ihre gemeinsame Geschichte
wurzeln in der historischen Aneignung und Ausbeutung von scheinbar unendlich
und frei zur Verfügung stehenden sozialen und ökologischen Ressourcen.
Die politische Hilfl osigkeit angesichts einer sich immer lauter artikulierenden Natur-
und Menschfeindlichkeit offenbart dabei auch eine Krise der politischen Gestaltung.
„In diesen Zeiten müssen wir unruhig bleiben, denn wir Menschen sind alle
Gefl üchtete auf diesem Planeten. Und Zukunft ist nur möglich, wenn wir uns
verwandt machen mit allen Krittern und Spezien auf dieser Erde.“
(Donna Haraway, Staying with the Trouble, 2016).
Die Dauerausstellung widmet sich den verschiedenen Gesichtern der Krise,
fragt nach der Materialität und Vergänglichkeit von menschlichen und natürlichen
Ressourcen, von Technologien, sie spürt krisenhaften Identitäten nach und
exploriert Wege der Zukunftsgestaltung.
Die Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe „gestern heute morgen – Die globalen
Krisen der Zukunft“ im Sprechsaal zeigt Video- und Fotoarbeiten, ein begleitendes
Filmprogramm, Bücherausstellung und Diskussionsveranstaltungen.
Text: Sarah Hackfort