In der von der Situationistischen Internationale angestrebten Gesellschaft hat der Homo ludens, also der spielende Mensch, den Homo oeconomicus verdrängt. Im Rahmen von The Most Dangerous Game nimmt das HKW an zwei Abenden das Spielen ernst: Das Foyer wird zur Spielfläche und die Ausstellung ist bis 23h geöffnet.
Das Netzwerk Invisible Playground lädt ein zum Parcours aus mehr – und weniger – gefährlichen Spielen im und ums HKW. Studierende der Kulturwissenschaft der Universität Potsdam stehen den Besucher*innen zudem als „Joker“ zur Seite, um Fragen zu beantworten oder ins Gespräch über die Exponate zu kommen.Außerdem wird der für die Ausstellung titelgebende Film The Most Dangerous Game – Genie des Bösen (1932, Regie: Ray Harryhausen) gezeigt. Er inspirierte bereits Guy Debord und folgt dem gefährlichen Spiel eines wahnsinnigen Grafen auf einer einsamen Insel mit zwei Gestrandeten.
Jennifer Aksu studierte Theaterwissenschaft, Publizistik und Kommunikationswissenschaft in Berlin, später Urbane Kultur, Gesellschaft und Raum in Essen. Sie begründete das Künstler-Netzwerk Invisible Playground und ist Teil der Innovationsplattform Playful Commons für die Zukunft öffentlicher Räume. Als Expertin für Städte mit Beziehungsproblemen arbeitet, erforscht und gestaltet sie Erfahrungen, Experimente und Dialoge, die Perspektiven verändern und Potenziale entfalten. Jennifer lebt mit ihrer Familie auf einer Insel mitten in Berlin und arbeitet als künstlerische Urbanistin rund um die Welt.
Sebastian Quack ist Künstler, Game-Designer und Kurator mit Arbeitsschwerpunkt an der Schnittstelle von Spiel und urbaner Gesellschaft. Quack ist Gründungsmitglied des Netzwerks Invisible Playground, kuratiert Festivals und Ausstellungen, lehrt Kunst und Design und berät Organisationen, die spielerisch mit ihrer Umwelt in Kontakt treten wollen. Künstlerische Arbeiten u.a. mit Hebbel am Ufer, Oerol Festival, Ensemble Modern, Nuit Blanche in Paris, Wiener Festwochen, Aichi Triennale, Kunstfest Weimar, Urbane Künste Ruhr.