Deutschland ist weltweit der viertgrößte Rüstungsexporteur. Deutsche Waffen werden an kriegsführende Staaten exportiert. Mit ihnen werden schwere Menschenrechtsverletzungen verübt und Millionen von Menschen in die Flucht getrieben oder getötet. Ein breites Bündnis der Gesellschaft meint: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, einen Stopp deutscher Rüstungsexporte zu fordern. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, findet vom 21. Mai bis 2. Juni 2018 der Staffellauf gegen Rüstungsexporte "Frieden geht!" statt. Er führt einmal quer durch Deutschland von Oberndorf a. Neckar bis Berlin. An der Wegstrecke passieren die LäuferInnen Rüstungsproduzenten und - exporteure, politische Entscheidungszentralen und Behörden. Die Strecke ist unterteilt in Geh- und Joggingabschnitte sowie Halbmarathons und Marathons und einzelne Etappen für Radfahrer*innen bzw. Skater*innen.
Am 2. Juni 2018 endet der Staffellauf nach 13 Tagen, über 1.100 Kilometern und mehr als 80 Etappen in Berlin. Die Auftaktkundgebung findet um 12 Uhr am Potsdamer Platz statt. Von hier führt der Demonstrationszug mit einem Motivwagen zum Thema „Rüstungsexport“ vorbei am Verteidigungsministerium und dem Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in der Friedrichstraße zum Paul-Löbe-Haus. Dort sprechen bei der Abschlusskundgebung ab 14 Uhr Dr. Hans C. Graf von Sponeck, ehemaliger UN-Koordinator für humanitäre Fragen im Irak und Schirmherr des Staffellaufs, Markus Bickel, ehem. FAZ-Journalist und Autor, Wiltrud Rötsch-Metzler (pax christi), Ruth Misselwitz (Pfarrerin im Ruhestand und Friedenskreis Pankow) sowie der südafrikanische Rüstungsexportkritiker und Autor Andrew Feinstein. Ab 19 Uhr gibt es einen gemeinsamen Ausklang und Vortrag von Andrew Feinstein im Golgatha-Biergarten im Viktoriapark.
Die Veranstalter von „Frieden geht!“ sprechen mit dem einzigartigen Friedenslauf nicht nur Menschen aus der Friedensbewegung an, sondern wollen auch Kirchen, Gewerkschaften, Kulturschaffende sowie Sportler*innen erreichen.