Acht junge Musikstudenten der Universität der Künste Berlin nehmen sich diesen beiden monumentalen Meisterwerken an und verlieren nicht einen Moment lang aus den Augen, dass bei allen herausfordernden Klippen, die es in den solistischen Passagen souverän zu umschiffen gilt, das große und ganze Kollektiv des erfüllten Kammermusizierens den Schönheiten und Besonderheiten dieser außerordentlichen Musik am meisten gerecht wird.
Programm: Ludwig van Beethoven – Septett in Es-Dur op. 20
Franz Schubert – Oktett in F-Dur D 803Jakob Lehmann, Violine | Blaz Sparovec, Klarinette | Anton Richter, Horn | Johannes Wagner, Fagotte | Marijn Seiffert, Violine II | Carolin Krüger, Viola | Christoph Heesch, Cello | Jella Großmann, Kontrabass
Ludwig van Beethovens Septett für Bläser und Streicher Es Dur Op. 20 gehörte schon bald nach seiner Uraufführung im Jahre 1799 zu den populärsten und erfolgreichsten Werken des Komponisten, der es seinem Lehrer Haydn gegenüber stolz seine «Schöpfung» genannt haben soll. Heiteren und positiven Grundcharakters, mit virtuosen Partien vor allem für Klarinette und Violine, ist dies eine der zugänglichsten Kompositionen des Meisters.
Fünfundzwanzig Jahre später schrieb Franz Schubert sein Oktett F Dur D 803 für eine fast identische Besetzung – und orientiert sich stark am übergroßen Vorbild Beethovens ohne nur einen Moment lang in pure Imitation zu verfallen. Eigener Aussage nach wollte er sich mit diesem Werk «den Weg zur großen Symphonie bahnen» – und tatsächlich ist ein symphonischer, großangelegter Duktus spürbar und es durchziehen typisch Schubertsche, dunkle und bedrohliche Schatten die scheinbare Idylle.
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