Besser als deine Bank und dein Vermieter zusammen. Georg Kostron intoniert die Utopie und detoniert die Deutsche Sprache. Sein Manager, Daniel Břen, verkauft dieses doppelköpfige Artpunkgefieder als Kabarett. Schöne Grüße aus dem viel zu schönen Wien! Ein Manager schlägt Spielzeug. Eine Bandmaschine spielt Schlagzeug. Kostron singt von Erdbeeren ...
DADAPUNK heißt das Programm und Album. Zeitgenössischer Synthiepop, 70s Rock, Hip Hop und Schlager werden vom Punk in der Haltung von Georg Kostrons Texten vereint. Die per Definition unbeschreibbare, aber immer nach Freiheit ringende Gestalt des Dada springt aus den Einwürfen des Managers hervor, nimmt sich ihren Platz in der plötzlichen Deformation des Klangbildes und entbindet das Wort in manch dramatischem Moment jeglicher Verpflichtungen.
Wer am Weg zum Biobäcker Rammstein hört, in der Warteschlange vor dem Club über Sloterdijk diskutiert, ein Klaus Kinski Poster im Kinderzimmer hatte, Björks Debut besitzt, John Densmore kennt, Sibylle Berg und Sophie Hunger in einem Atemzug zitiert, sich über die Akkuleistung von Smartphones ärgert, Musik aus Wien und Berlin einfach grandios findet, im Studentenjob in Mozartverkleidung am Stephansplatz stand oder für Dialog Direct warb, Nana Mouskouri im Hitradio vermisst, im Stande ist die zweite Strophe von „Kalt und Kälter“ adhoc mitzusingen, später irgendetwas mit Medien machen möchte und aber den Fernseher aus Rücksicht auf Passanten im Innenhof zerschmettert, Durst nach ringmodulierten, himmlischen Chören hat, heute noch um die Tage trauert, in denen FM4 werbefrei war, in Erwartung des „Blüte Des Lebens“ Nachfolgers schon seine Wände bis an die zweite Ziegelschicht zerkratzt hat, auf wessen Klobrille ein HÜ HOTT, ja vielleicht sogar DADAPUNK Sticker klebt oder wer einfach eine Vinylplatte braucht, um dem Plattenspieler Futter zu geben, sollte sich DADAPUNK von Kostron und sein Manager zulegen oder ihr nächstes Konzert besuchen.
Genau das wird im Eschschloraque am 21.11.2018 zum reinsten Vergnügen: Djne vor und nach der Show MissVergnügen ab 22 Uhr, Showtime 23 Uhr
Georg Kostron – Stimme, Gitarre
Daniel „sein Manager“ Daniel Břen – Stimme, Akkordeon, Bandmaschine, Kamm, Hut, Trödel
Bild: Astrid Knie