David Bowie - "All the Young Dudes"
2 DJs und über 300 original Bowie-Vinyl-Scheiben – reloaded
DJ Sway & DJ Gun im Gespräch (Projektplanung):
DJ Gun: „Hey, DJ Sway, am 9. Oktober spielt Ian Hunter im Quasimodo. Das wäre doch ein guter Anlass in der Wildenbruch Bar unser Bowie-Special zu wiederholen.“
DJ Sway: „Klar, das hat beim letzten Mal auch super viel Spaß gebracht. 9 Stunden haben wir aufgelegt und noch nicht mal einen Bruchteil unserer 300 Bowie-Platten spielen können. Aber dafür haben wir ja auch echte Exoten rausgekramt. Das 22-minütige „I Am With Name” aus den Leon-Recordings, die verloren geglaubte Top-of-the Pops Jean Genie-Version, alte Peter Noone Singles, Tao Jones Index, „Footstompin'” live 1974 in Boston, die legendäre „Magic Dance”-Maxi, „Station To Station” live 1978 in Sydney, „Shadow Man”, Auszüge aus “Peter and the Wolf”, „Baal” und „The Revolutionary Song” aus dem „Just A Gigolo”-Soundtrack...“
DJ Gun: „...den du vollkommen sinnentleert ausgeblendet und in die deutschsprachige „Heroes“-Version eingefadet hast."
DJ Sway: „In der Tat ein DJ-Fehler, ich leg ja nicht jede Woche auf. Auch sollten wir uns „Earthling“ noch mal vorab unter die Lupe nehmen. Die Typographie der Platte ist ja im Dämmerlicht der Wildenbruch Bar überhaupt nicht zu erkennen...“
Dj Gun: „...so dass wir dann „Battle for Britain (The Letter)“ anstelle „Dead Man Walking“ gespielt haben, was aber keiner gemerkt hat, da ja eh keiner wusste was kommt.“
Dj Sway: „Da hast du natürlich Recht. Aber lass uns doch noch mal über Ian Hunter sprechen. Wollen wir ihm zu Ehre nicht ein paar Hunter & Ronson Titel spielen?“
DJ Gun: „Gute Idee (Denkpause) - Eigentlich. Mott the Hoople und Mick Ronson solo geht klar. Wurde ja auch beides von Bowie produziert. Nur habe ich gerade nach sechsundzwanzig Jahren deren gemeinsames Album "Yui Orta" wieder angehört. Ich hatte die Scheibe irgendwie rockig in Erinnerung, aber damit punktest du nicht einmal mehr auf dem Straßenfest.“
DJ Sway: „Dann lass uns doch „All The Young Dudes“ als Motto für den Abend nehmen. Bowie hat dieses Stück für Mott the Hopple geschrieben, später selber nochmal aufgenommen und auf diversen Tourneen auch selbst live gespielt...“
DJ Gun: „...und zu guter Letzt haben die Herren Hunter, Ronson und Bowie diesen Song 1992 auf dem Freddy Mercury Tribut Konzert zusammen gespielt. Nach der 1980-Floor-Show 1973 und einem Gastauftritt 1983 in Toronto der letzte gemeinsame Auftritt von Bowie und Ronson, der ja leider ein Jahr später verstarb.“
DJ Sway: „Ja, aber 1992 hat Mike Ronson dann noch auf „Black White Noise“ mitgespielt. Diese seltsame Version von „I Feel Free“... ...könnten wir ja auch mal auflegen...“
DJ Gun: „...ich bevorzuge die Live-Version aus den Ziggy-Jahren. „I Feel Free“ gibt es ja auch als „Scary Monsters“-Outtake. Überhaupt nicht wiederzuerkennen.“
DJ Sway: „Zum Glück hat er das Stück nicht auch noch mit Tin Machine aufgenommen sondern nur live bei „Heaven’s In Here“ zitiert. Das müssen wir aber nicht alles spielen, oder?“
DJ Gun: „Müssen wir nicht, können wir aber! Was hältst du denn eigentlich von Tin Machine?“
DJ Sway: „Ich habe mir gerade die „You Belong In Rock'n'Roll“ – Maxi besorgt mit „Shakin All Over“ als B-Seite. Altherren-Rock par excellence.“
DJ Gun: „„I Can´t Read“ in der Live-Version ist aber wirklich klasse, mit den „I ain´t gonna work on Maggie´s farm no more!“- Rufen von David. „Maggie´s Farm“ hingegen ist allerdings nicht so groß. Und „Betty Wrong“ wird, zumindest Gesanglich, unglaublich fahrig dahingeschleudert. Toll. Bowie probiert sich aus und hört sich an, als wenn er sich selbst noch einmal verlieren möchte, als wäre es ein Übergang, der Übergang von L.A. nach Berlin.....“
DJ Sway: „Berlin, da fällt mir doch was ein. Wird nicht gerade der vierzigste Geburtstag von „Heroes“ mit einer Opulenten Werkschau der Jahre 77 bis 82 gefeiert?“
DJ Gun: „Ja, es gibt ein dickes und teures Box-Set von dem man eigentlich nichts braucht. Allerhöchstens die Tony Visconti-Neuabmischung von „Lodger“. Auf „Yassassin“ rappt Bowie wohl auf Türkisch. Das könnte interessant sein. Ist wahrscheinlich genauso wichtig wie der „Station To Station“ Harry Maslin Mix mit dem hingehauchten „TVC 15“.“
DJ Sway: „Bowie auf Türkisch, das passt doch super in unser Bowie International-Special. Wir haben doch Stücke auf Deutsch, Französisch, Indonesisch, Italienisch...“
DJ Gun: „Und nicht zu vergessen „Seven Years In Tibet“ auf Mandarin.“
DJ Sway: „Puh, ich hab doch schon beim letzten Mal vorgeschlagen, das Ganze ein wenig oberflächlicher zu gestalten?! Die Greatest Hits von „Space Odity“ hinzu „Let's Dance“ tun's doch auch. Dann haben wir auch nicht so viel zu schleppen...“
DJ Gun: „Auf keinen Fall, mein Freund! Auf keinen Fall! (erneute Denkpause) - Muss ich eigentlich außer „Buzz The Fuzz“, „I Pray, Olé“, „Wood Jackson“ und „Seven Years In Tibet“ auf Mandarin noch irgendetwas mitbringen, was du nicht hast?“
In diesem Sinne sehen wir uns am 07.10.2017 ab 20 Uhr in der Wildenbruch Bar!
“And my brother's back at home
With his Beatles and his Stones
We never got if off on that revolution stuff
What a drag
Too many snags
Well I drunk a lot of wine
And I'm feeling fine
Gonna race some cat to bed
Is this concrete all around
Or is it in my head
Oh brother you guessed I'm a dude
All the young dudes
Carry the news
Boogaloo dudes
Carry the news”
Bowie – „All the Young Dudes“