Das HUMBOLDT FORUM lädt ein zu einem Gespräch über zerrissene Familien, Arbeitsmigration als internationales Phänomen und über die Macht der Fotografie. Mit Andrea Diefenbach, Bärbel Küster und Janka Vogel.
Verlassene Landstriche, Städte ohne Erwachsene – für viele Kinder in Deutschland klingt das nach Abenteuer. Für Kinder in Moldawien, deren Eltern vor der Arbeitslosigkeit nach Westeuropa flohen, bedeutet es Armut, Einsamkeit und eine Kindheit am Telefondraht. In ihrem Bildband „Land ohne Eltern“ porträtiert Andrea Diefenbach zerrissene Familien in einer der ärmsten Gegenden Europas. Mit Bärbel Küster, Professorin für Kunstgeschichte, und Janka Vogel, Erziehungs- und Migrationswissenschaftlerin, diskutiert sie über ein internationales Phänomen der Arbeitsmigration und erzählt von ihrer Arbeit als Fotografin und den Schicksalen der Menschen, denen sie begegnet ist.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Vorsicht Kinder! geschützt, geliebt, gefährdet“ (Humboldt-Box) statt, in der einige Fotos von Andrea Diefenbach gezeigt werden.
EINTRITT
frei, Anmeldung bis zum 13.09. unter events.humboldtforum.com. Für spontane Gäste steht ab 18:45 Uhr ein begrenztes Kartenkontingent an der Abendkasse zur Verfügung.
ORT
Musterraum auf der Schlossbaustelle
Eingang Süd, Schlossplatz / Breite Straße
https://goo.gl/maps/krT7ZME6nsM2
AUSSTELLUNG
„Vorsicht Kinder! geschützt, geliebt, gefährdet“ (bis zum 14. Januar 2017)
Humboldt-Box Berlin, Schloßplatz 5, 10178 Berlin
Schutz und Gefahr liegen nah beieinander: Schutzengel und übernatürliche Kräfte, Bildung und Zwang, Freiheit und Bindung, Rückzugsräume und Migration entscheiden über Wohl und Wehe von Kindern. Aber welcher Schutz ist gut für jedes einzelne Kind? Dieser Frage geht die zweite Ausstellung des HUMBOLDT FORUMs unter der Gründungsintendanz von Neil MacGregor, Hermann Parzinger und Horst Bredekamp anhand von rund 160 ausgewählten Objekten aus Berliner Sammlungen nach.