Seit dem Mai 1945 sind Krieg und Holocaust nicht nur im Land der Täter eine konstante und zentrale Referenz, sondern auch in der kriegsverschonten Schweiz, die aus ihrem «Abwehrkampf» gegenüber Hitler-Deutschland einen Mythos schaffte. Wie haben Krieg und Nachkriegszeit Deutschland und die Schweiz geprägt, wie die gegenseitige Wahrnehmung und Beziehungen? Warum war die Schweiz für Deutschland nicht nur während, sondern auch nach dem Krieg, derart wichtig? Wie ist es zu erklären, dass es die EU-Opposition in der Schweiz geschafft hat, in der helvetischen Öffentlichkeit aus der EU eine neue Besatzungsmacht zu machen? Ein deutsch-schweizerischer Abend des zweifachen Erinnerns an einen Krieg und dessen größeren und kleineren Nachbeben.
Begrüßung
Arnulf Scriba, Abteilungsdirektor a.i. Sammlungen, Deutsches Historisches Museum, Berlin
Zeitzeugen
- Bärbel Schindler-Saefkow, Berliner Kinderzug-Mädchen des Schweizerischen Roten Kreuzes 1947 in Herisau, Kanton Appenzell Ausserrhoden, Schweiz
- Gunter Wieden, Berliner Kinderzug-Junge des Schweizerischen Roten Kreuzes, 1948 in Herzogenbuchsee, Kanton Bern, Schweiz
Einleitungsreferat
Beat Wyss, Professor für Kunstwissenschaft und Medienphilosophie, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
Diskussionsteilnehmer
- Ulrich Herbert, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg- Renate Künast MdB Bundesministerin a.D., Berlin
- Peer Steinbrück MdB Bundesminister a.D., Berlin
- Jakob Tanner, Ordinarius für Geschichte der Neuzeit und der Schweizer Geschichte, Universität ZürichModerationPeer Teuwsen, Leiter publizistische Projekte, Neue Zürcher Zeitung, Zürich
Datum und Zeit
Montag, 15. Juni 2015, 18:30 Uhr bis etwa 20:30 Uhr
Anmeldung bis zum 12. Juni 2015 auf: www.podium-berlin.nzz.ch