Widerstand aus Freundeskreisen: Die Rote Kapelle
ICAL
Heckerdamm 226 13627 Berlin
- zum Stadtplan
Donnerstag 26.09.2013 - Anfangszeit: 19:30 Uhr
Kategorie: Leute treffen
Plötzenseer Abend am 26. September 2013
WIDERSTAND AUS FREUNDESKREISEN: DIE ROTE KAPELLE - Gespräch mit Hans Coppi
Mitte der 1930er Jahre entstanden um den Angestellten im Luftfahrtministerium Harro Schulze-Boysen und den späteren Oberregierungsrat im Wirtschaftsministerium Dr. Arvid Harnack Freundes-, Diskussions- und Schulungskreise. Durch persönliche Kontakte bildete sich 1940/41 ein loses Netzwerk von sieben Berliner Widerstandskreisen heraus. Ihnen gehörten mehr als 150 Regimegegner und –gegnerinnen unterschiedlicher sozialer Herkunft und weltanschaulicher Auffassungen an: Arbeiter, Angestellte, Intellektuelle, Künstler, Ärzte, Unternehmer, Soldaten und Offiziere, Marxisten, Christen, Kommunisten und Sozialdemokraten. Sie diskutierten über politische und künstlerische Fragen, halfen Verfolgten, dokumentierten NS-Gewaltverbrechen und riefen in Flugschriften zum Widerstand auf. Sie standen in Kontakt mit Widerstandsgruppen in Berlin, Hamburg und Mecklenburg, mit Zwangsarbeitern und Vertretern der amerikanischen und sowjetischen Botschaft in Berlin.
„Rote Kapelle“ war der Fahndungsname der Gestapo für ein sowjetisches Spionagenetz in Westeuropa, dem sie die Berliner Widerstandskreise zuordnete. (Text: Dr. Hans Coppi)
Dr. Hans Coppi (geb. 27.11.1942) ist Historiker. Mitarbeiter der „Forschungsstelle Harnack/Schultze-Boysen“ an der Akademie der Wissenschaften der DDR, 1990-1994 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, seit 2003 freier Mitarbeiter an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und seit 2004 Landesvorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes–Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN) Berlin. Hans Coppi jr. ist der Sohn von Hilde und Hans Coppi, die beide in Plötzensee hingerichtet wurden.
Donnerstag, 26. September 2013,
18:30 Uhr Ökumenisches Friedensgebet
19:30 Uhr Gesprächsabend
Freier Eintritt - Spenden sind jederzeit willkommen.
Barrierefreier Zugang.
Gemeinde-/Gedenkzentrum Plötzensee
Heckerdamm 226, 13627 Berlin
U-Bahn: U 7, Jakob-Kaiser-Platz
Bus 109 und M 21: Weltlingerbrücke
Bus 123: Gloedenpfad oder Weltlingerbrücke
Twiago Werbung
Platzhalter für Twiago Werbung
Kommentare