NARUD-Fachtag
2019
"Erinnern
und Beteiligen: Wie kann
die UN-Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung zur
Entkolonialisierung genutzt werden?"
Am: Samstag, den 16.11.2019 von 9.30 - 16.30 Uhr
Ort: Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163,
13353 Berlin
ANMELDUNG: bildungsnetzwerk@narud.org
Fragestellungen
des NARUD-Fachtags 2019
Die Internationale Dekade für Menschen
Afrikanischer Abstammung (2015-2025)
wurde im Dezember 2014 von der UN-Generalversammlung ausgerufen.
Der NARUD-Fachtag wird den Fragen nachgehen:
Wie kann die UN-Dekade dafür genutzt werden, den Kolonialismus und
seine Nachwirkungen sowie die vergessene Geschichte von Menschen
afrikanischer Abstammung in der deutschen und europäischen
Erinnerungskulturen zu verankern, um als Mahnung wirksam zu werden,
damit aus dem Kolonialismus stammende rassistische Stereotypen und
Diskriminierungen überwunden und gleichberechtigte Teilhabe
gefördert werden?
Wie wurden bislang der Kolonialismus und seine Folgen in
afrikanischen Ländern aufgearbeitet? Welche Hindernisse zur
Aufarbeitung gibt es in afrikanischen Ländern, z.B. durch die
Übernahme institutioneller Formen und wirtschaftlicher Strukturen
aus der Zeit des Kolonialismus und ihr Weiterbestehen im
postkolonialen Prozess? Wie kann eine bessere Aufarbeitung initiiert
werden, um dadurch Zivilgesellschaften zu stärken und Nachwirkungen
des Kolonialismus in den afrikanischen Ländern selbst zu überwinden?
Wie kann die UN-Dekade entwicklungspolitisch genutzt werden, um dazu
beizutragen, zu einer partnerschaftlichen Beziehung auf Augenhöhe
mit Afrika zu gelangen und die Entwicklungsziele der Agenda 2030 zu
erreichen? Wie können Nachwirkungen des Kolonialismus in der
Entwicklungszusammenarbeit selbst überwunden werden? Wie kann in der
Entwicklungszusammenarbeit die
Aufarbeitung des Kolonialismus und seiner Folgen in afrikanischen
Ländern unterstützt werden?
Welche Herausforderungen ergeben sich schließlich aus diesen Fragen
für die afrikanische Diaspora?
Programm
09:30 Uhr Empfang bei Kaffee und Gebäck
09:45 Uhr Begrüßung und Eröffnungsrede
10:00 Uhr Impulsvorträge
Thema 1: Repräsentation des Kolonialismus
und der vergessenen Geschichte von Menschen afrikanischer
Abstammung in der deutschen Erinnerungskultur/europäischen
Erinnerungskulturen
(Dr. Pierrette Herzberger-Fofana, MdEP Die Grünen, Vorsitzende von
DaMigra | Elisabeth Kaneza, Kaneza Foundation for Dialogue &
Empowerment e.V.)
Thema 2: Die koloniale Vergangenheit in afrikanischen Erinnerungsdiskursen
(Prof. Dr. Dr. Jacob Emmanuel Mabe)
Thema 3: Die Aufarbeitung des Kolonialismus in der Entwicklungszusammenarbeit
(Dr. Jenna Marshall, Universität Kassel | Esther Philips, Bündnis
Entwicklungspolitik mit Afrika - BEA)
12.00 Uhr Diskussionsrunde
13.00 Uhr Mittagspause: afrikanisches Buffet mit vegetarischem
Angebot
14:00 Uhr Parallel stattfindende Panels mit obigen und weiteren
Expert_innen
Panel 1: Aufarbeitung des Kolonialismus und
der vergessenen Geschichte von Menschen afrikanischer
Abstammung in der deutschen Erinnerungskultur. Welche
Herausforderungen ergeben sich daraus für die afrikanische
Diaspora?
(mit Dr. Pierrette Herzberger-Fofana, Elisabeth Kaneza)
Panel 2: Aufarbeitung des Kolonialismus in
afrikanischen Ländern
(mit Arnold Bwele, Bündnis Entwicklungspolitik mit Afrika - BEA |
Mbouombouo Seidou, Vorstandsvorsitzender von ADDC, Kamerun |
Mbohou Mama, Geschäftsführer des ADDC, Kamerun)
Panel 3: Aufarbeitung des Kolonialismus in
der Entwicklungszusammenarbeit
(mit Dr. Jenna Marshall | Esther Philips)
15.30 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr Abschlussdiskussion
Übersetzungen: Es werden Simultanübersetzungen in
de/en/fr angeboten.
Barrierefreiheit: Die Räume und Toiletten sind ebenerdig
zugänglich, allerdings nicht vollständig barrierefrei (u.a. Aufzug
mit geringen Abmessungen, Details gerne auf Nachfrage)