Beginn: 19.30 Uhr
Veranstaltungsreihe im Rahmen der Jubilaumstagung der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften
Die Armin-T.-Wegner-Gesellschaft stellt sich vor, es lesen die Schauspielerin Gloria Iberl und der Schauspieler Jorg Thieme
Kennen Sie Schnabel? Wegner, Ogai, Allmers? Sagt Ihnen der Pegnesische Blumenorden etwas? Seit nunmehr 25 Jahren hegt und pflegt die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften nicht nur die deutsche Eiche, sondern alles, was der Garten der Literatur für große und kleine Blüten treibt. Genauer gesagt, ist sie eine einzigartige Anlaufstelle für all jene, die sich um Andenken, Pflege und Wiederentdeckung und Neubelebung von Autoren und Werken verdient machen. Und wenn man im Mitgliederverzeichnis der ALG blattert, merkt man: Es gibt viel zu entdecken.
Anlasslich des Jubilaums stellt die Lettrétage die ALG in ihrer ganzen Bandbreite vor. An drei Abenden prasentieren sich jeweils zwei literarische Gesellschaften. Zunachst liest jeweils ein Schauspieler oder eine Schauspielerin aus dem Werk des jeweiligen Autors, im Anschluss folgt ein Gesprach mit einem oder mehreren Vertretern der Gesellschaft, in dem über Arbeit und Projekte der Gesellschaften informiert wird.
Armin T. Wegner (1886 - 1978) Neben seinem schriftstellerischen Werk, das frühe, expressionistische Lyrik und zahlreiche Reiseberichte umfasst, ist mit Wegners Namen das mutige Eintreten für Frieden, Menschenrechte und ein tolerantes Miteinander verbunden. Seine Erlebnisse wahrend des Ersten Weltkrieges in der Türkei verarbeitete er in Der Knabe Hüssein. Türkische Novellen. Nach Folter und Haft in mehreren Gefangnissen und Konzentrationslagern wegen eines offenen Briefes an Adolf Hitler, ging Wegner ins Exil nach Italien. Bis 1972 Lesereisen in die Schweiz, nach Israel und die USA. 1956 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, 1962 Verleihung des Von-der-Heydt-Preises seiner Geburtsstadt Wuppertal, 1968 dauerhafte Ehrung als -sGerechter der Volker- in Yad Vashem.