Beginn: 19.30 Uhr
Veranstaltungsreihe im Rahmen der Jubilaumstagung der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften
Kennen Sie Schnabel? Wegner, Ogai, Allmers? Sagt Ihnen der Pegnesische Blumenorden etwas? Seit nunmehr 25 Jahren hegt und pflegt die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften nicht nur die deutsche Eiche, sondern alles, was der Garten der Literatur für große und kleine Blüten treibt. Genauer gesagt, ist sie eine einzigartige Anlaufstelle für all jene, die sich um Andenken, Pflege und Wiederentdeckung und Neubelebung von Autoren und Werken verdient machen. Und wenn man im Mitgliederverzeichnis der ALG blattert, merkt man: Es gibt viel zu entdecken.
Anlasslich des Jubilaums stellt die Lettrétage die ALG in ihrer ganzen Bandbreite vor. An drei Abenden prasentieren sich jeweils zwei literarische Gesellschaften. Zunachst liest jeweils ein Schauspieler oder eine Schauspielerin aus dem Werk des jeweiligen Autors, im Anschluss folgt ein Gesprach mit einem oder mehreren Vertretern der Gesellschaft, in dem über Arbeit und Projekte der Gesellschaften informiert wird.
Kurt Tucholsky (1890-1935) Unter seinem Namen und den vier Pseudonymen Kaspar Hauser, Ignaz Wrobel, Theobald Tiger und Peter Panter gehorte Kurt Tucholsky zu den bedeutendsten und meistgelesenen Schriftstellern der Weimarer Republik. Er schrieb Romane und Lyrik, Liedtexte, Kabaretts und zeitkritische, journalistische Texte, u.a. für den Simplicissimus und die Weltbühne, deren Mitherausgeber er zeitweise war. Tucholsky trat für eine linke Demokratie ein, für Pazifismus und Antimilitarismus und warnte schon frühzeitig vor der Bedrohung durch den Nationalsozialismus.
Charles Bukowski (1920 - 1994) Das Werk des US-amerikanischen Schriftstellers ist gepragt von zahlreichen personlichen Erfahrungen: Erlebnisse aus seiner Arbeitszeit beim US Postal Service, aber auch frühe Jugenderinnerungen und seine von Aknepusteln gepragte Zeit in der High School (Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend, 1983) oder die zum Teil schmerzhaften Erfahrungen seiner Beziehung zu der Bildhauerin Linda King (Das Liebesleben der Hyane, 1980) tauchen in seinem Werk, wenn auch meist satirisch überspitzt, auf.