"Wir sind die Apokalypse der Nacht".
Lyrik und Songs mit Nico Feiden, Samuel Felix Sieber, Rok Zack, Lukas Langman und Lutz Steinbrück.
Nico Feiden: Blaue Wildnis - Gedichte der Nacht
Mit poetischen Momentaufnahmen aus Reisen und schlaflosen Nächten entführt Nico Feiden seine Leser*innen in Rauschmediationen und ferne Länder, ohne dabei zu romantisieren. Vielmehr lenkt er den Blick auf die Wahrheit, schaut hinter Fassade und eröffnet so den Leser*innen einen kurzen Einblick auf verschiedene Augenblicke aus Reise und Rausch – mit einer Sprachgewalt, wie sie an die Beat-Generation erinnert: elegisch, schnell und ständig in Bewegung.
»Stell dir mal vor, du hättest damals so einen Gedichtband in die Hand gekriegt wie diesen hier, zur Abwechslung, statt, was weiß ich, Hermann Hesse und Jim Morrison.« – Stefan Schmitzer, Literaturkritiker Nico Feiden wurde 1993 in Zell an der Mosel geboren. Nach langen Reisen durch Europa lebt und arbeitet er heute als freier Schriftsteller in Hannover und Florenz. Nico Feiden veröffentlichte seine Texte in zahlreichen Anthologien, Rundfunkbeiträge bei 3Sat und im ORF. Seine aktuelle Monografie ist »Blaue Wildnis – Gedichte der Nacht« (Elifverlag, 2016)
Lutz Steinbrück: Akustik-Songs und neue Gedichte Als Sänger und Texter der Berliner Indie-Rock- und Popband neustadt (http://www.neustadt.berlin/) schlägt Lutz Steinbrück oft subversive und ironische Töne an, wirft Fragen auf, nutzt Slogans - und singt auch, um sich zu beschweren, ohne einen eigenen Masterplan liefern zu können. Er hat zwei Lyrikbände veröffentlicht: „Blickdicht“ (2011) und „Fluchtpunkt:Perspektiven“ (2008). Der dritte wohnt noch in der Schublade. http://www.literaturport.de/Lutz.Steinbrueck/ Laut Frank Milautzki (in einer Kritik zum ersten Band) sind es „Gedichte, die hinschauen und anfassen, ihre eigene Fassung suchen, während sie betrachten, was da passiert. Und die benennen, was krumm und schief in unserer Welt daherkommt hinter all dem Schein...“. Dritter Strang seines künstlerisches Schaffens sind seit Anfang 2017 eigene Akustik-Songs mit Gitarre, die er bislang nur auf diversen Kurzgigs präsentierte. Hier begegnen den Zuhörern Motive der Sehnsucht, es geht um Intimität und Befindlichkeiten, mit dem Anspruch, emotionalen und textlichen Tiefang statt Klischees zu vertonen. Etwa zeitgleich werden in diesem Herbst das erste neustadt-Album sowie ein Demo mit Akustik-Songs veröffentlicht. Rok Zack: Die Zärtlichkeit des Schneemanns, Gedichte 2016 In den Gedichten Rok Zacks tauchen häufig die Worte „kalt“ und „zerbrechlich“ auf. Thematisch spielt oft die Straße eine Rolle, dazu Motive wie Asphalt, Nacht, Kälte und Schnee. In „geist um die ecke“ lässt sich erahnen, dass Leonard Cohen eine Inspiration für melancholische Freiverssätze wie „rock ’n’ roll ist nicht tot / du bist nicht mehr hier“ war. Der Songpoet war erst kurz vor Roks selbstgesetzter Deadline für sein Buch gestorben. Grundsätzlich verarbeitet Rok Zack in seiner Lyrik konkrete Gefühle und Empfindungen. „Mirek“ ist das einzige personalisierte Gedicht der Sammlung. Der 18-Zeiler erzählt von einem Tschechen, der dem jungen Rok prägende Lebensweisheiten vermittelt hat. „Erst erinnerte ich mich an Geräusche, dann kamen die Worte." https://www.facebook.com/events/1823029818015328/
Gitarre: Samuel Felix Sieber
Bratsche: Lukas Langman