Mehr als eine Million Menschen sind derzeit weltweit als politisch Gefangene inhaftiert. Nicht zuletzt das Schicksal des russischen Dissidenten Alexej Navalny erinnert daran, dass autoritäre Regime vor den tödlichen Folgen von Folter und Repression nicht zurückschrecken. Auch in der DDR war die systematische Inhaftierung und Verurteilung politischer Gegner ein wirkkräftiges Mittel zur Unterdrückung unangepasster Stimmen und zur Durchsetzung des kommunistischen Herrschaftssystems. Damals wie heute gilt es, ein öffentliches Bewusstsein für die Situation der Betroffenen zu schaffen und ihren Anliegen Gehör zu verschaffen. Im Rahmen der Veranstaltung wird das erste umfassende Handbuch für politisch Gefangene und ihre Unterstützer vorgestellt, erschienen unter dem Titel „Pathway to Freedom“, herausgegeben unter anderem vom World Liberty Congress und Raoul Wallenberg Centre.
Im Gespräch Impuls:
Ulrike Poppe, DDR-Bürgerrechtlerin und politische Gefangene, Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.
Gespräch mit:
Evgenia Kara-Murza, Leiterin für Advocacy bei der Free Russia Foundation, Ehefrau des inhaftierten Dissidenten Vladimir Kara-Murza
Felix Maradiaga, Nicaraguanischer Oppositionsführer und ehemaliger politischer Gefangener
Hannah Neumann, Mitglied des Europäischen Parlaments (Grüne/EFA)
Nazanin Zaghari-Ratcliffe, Britische Staatsbürgerin, ehemals Geisel im iranischen Gefängnis
Wir laden alle Gäste ein, im Anschluss bei einem Empfang ins Gespräch zu kommen. Kostenlose Anmeldung via Eventbrite.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, es wird eine simultane Übersetzung ins Deutsche angeboten und ist Teil der "Address Freedom Campaign" für politische Gefangene.
Führung Vor Beginn der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, an einer Führung zum Stasi-Unterlagen-Archiv am historischen Ort teilzunehmen (auf Englisch oder Deutsch). Bitte melden Sie sich dazu unter einblick-ins-geheime@bundesarchiv.de an. Treffpunkt ist "Haus 7" (Stasi-Unterlagen-Archiv).