Die Auftaktveranstaltung von „Offen für Kultur“ in der Hansabibliothek bildet die Online-Lesung von Merle Kröger und Stefanie Schulte Strathaus, die live aus dem Garten der Hansabibliothek auf dem YouTube-Kanal der Stadtbibliothek Mitte zu sehen sein wird.
In ihrem im Februar 2021 erschienen dokumentarischen Kriminalroman „Die Experten“ begibt sich Merle Kröger auf Spurensuche nach Ägypten in die frühen 60er Jahre und beleuchtet damit Kairo als einen Schauplatz des kalten Krieges. Die Protagonistin des Romans ist die 17-jährige Rita Hellberg. Sie folgt Anfang der 1960er Jahre nicht ganz freiwillig ihrer Familie nach Kairo, weil ihr Vater dort eine lukrative Stelle antritt. Der gefragte deutsche Ingenieur hat schon für die Nazis militärische Flugzeugtechnik entwickelt und soll jetzt in Ägypten moderne Kampfjets bauen.
Den Hintergrund für den Roman bildet dabei die Familiengeschichte von Stefanie Schulte Strathaus, die Merle Kröger fiktionalisiert und mit dokumentarischem Material wie Geheimdienstakten, Fotobeschreibungen und Zeitungsartikel kombiniert.
Die Veranstaltung ist live und es besteht die Möglichkeit, während der Lesung über den YouTube-Chat Fragen zu stellen.
Der Beitrag steht im Anschluss noch vier Wochen auf dem YouTub-Kanal der Stadtbibliothek Mitte zur Verfügung.
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Merle Kröger, geboren in Plön/Schleswig-Holstein, lebt und arbeitet als Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Dramaturgin in Berlin. Sie war 1992 - 1999 Mitglied der Berliner Gruppe dogfilm, seit 2001 von pong Film. Kröger ist Co-Autorin von Philip Scheffners preisgekrönten Kino-Dokumentarfilmen wie Der Tag des Spatzen (2010), Revision (2012) und Havarie (2016). Ein Spielfilm (Europe) ist in Fertigstellung. Kröger hat bisher vier Romane veröffentlicht, unter anderem Grenzfall (2012) und Havarie (2015). Sie gehört zur ersten Garde der deutschen Kriminalliteratur. Ihre Romane wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem als Bester Krimi des Jahres, mit dem Radio-Bremen-Krimipreis und dem Deutschen Krimipreis.
Stefanie Schulte Strathaus, 1969 in Frankfurt a.M. geboren, lebt seit 1991 als Filmkuratorin in Berlin, seit 2010 verbringt sie auch regelmäßig Zeit in Kairo. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen experimentelle Film- und Festivalformate sowie Filmarchive und Archivfilme. Dabei arbeitet sie stets in transnationalen und kollaborativen Projektzusammenhängen.
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Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Hansabibliothek (https://www.berlin.de/stadt.../bibliotheken/hansabibliothek/).
Das Projekt "Offen für Kultur" wird aus Mitteln der Europäischen Union zur Förderung der regionalen Entwicklung der Förderperiode 2019 – 2022 im Rahmen des Programms „Bibliotheken im Stadtteil II“ gefördert und vom Bezirksamt Mitte von Berlin kofinanziert.