Ein Abend mit Martin Lechner
literaturlabor in der Lettrétage, gefördert vom Berliner Senat
Lesung und Gespräch
Der Berliner Autor Martin Lechner ist nicht nur ein begnadeter Filmemacher sondern auch ein langjähriger Freund der Lettrétage. Zuletzt verzückte er unser Publikum im vergangenen November mit kurzen Texten – dieses Mal hat er u. a. einen ganzen Roman im Gepäck! Martin Lechners Roman "Kleine Kassa" erscheint nur wenige Tage vor seiner Lesung in der Lettrétage. Mit dem Buch beschert uns Lechner nicht nur einen Haufen Provinzbestialität sondern auch einen Romanerstling, der sich in seiner sprachlichen Virtuosität als ein glänzendes Stück Literatur entpuppt.
"Kleine Kassa"
Georg rennt - um sein Glück, seinen Verstand und sein Leben.
Der Schlaueste ist Lehrling Georg Röhrs nicht. Doch er hat einen Traum: Liftboy in einem Hotel am Meer will er werden, mit seiner verschwundenen Jugendliebe Marlies den Nachtzug nehmen und aus der heimatlichen Enge fliehen. Als Georg über eine Leiche stolpert und unbeabsichtigt den Schwarzgeldkoffer seines Meisters entwendet, überstürzen sich die Ereignisse: An einem einzigen Wochenende verliert er Wohnung, Arbeit, Eltern, Freunde, Geld, Liebe und vielleicht ein Stückchen seines Verstandes – und doch steht am Ende dieser halsbrecherischen Jagd eine neue, ungeahnte Freiheit...
Martin Lechner
1974 geboren, Studium der Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam. Seit 2005 zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften wie „Bella triste", „manuskripte" und „Edit" sowie der Erzählungen „Bilder einer Heimfahrt" (2005) und „Covering Onetti" (2009). Martin Lechner lebt und schreibt in Berlin, „Kleine Kassa" ist sein erster Roman.