Kontroverses Erinnern?
Perspektiven auf DDR-Grenzsoldaten 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer
Podiumsdiskussion
am Mittwoch, 9. Oktober 2019 | 13.30 Uhr
Gedenkstätte Berliner Mauer | Besucherzentrum
Bernauer Straße 119, 13355 Berlin
Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.
Am 5. Oktober jährt sich der Todestag des Grenzsoldaten Egon Schultz zum 55. Mal. Er wurde bei einer Fluchtaktion („Tunnel 57“) versehentlich von einem Kameraden erschossen. Die SED-Führung verheimlichte dies und machte stattdessen propagandistisch die Fluchthelfer für Schultz‘ Tod verantwortlich. Erst nach 1989 kamen die tatsächlichen Umstände heraus. Die Stiftung Berliner Mauer nimmt den Todestag von Egon Schultz zum Anlass, um nach heutigen Sichtweisen auf DDR-Grenzsoldaten zu fragen. Welche Kontroversen, etwa um getötete Grenzer, gab es in der Vergangenheit und welche gibt es nach wie vor – wo hat sich das Bild aber auch gewandelt?
Es diskutieren Dr. Marion Detjen, Historikerin und Expertin für DDR-Fluchthilfe, Dipl. Ing. Hubert Hohlbein und Ass. iur Klaus-M. von Keussler, beide waren als Fluchthelfer am Bau des Tunnel 57 beteiligt, und Dr. Gerhard Sälter, Historiker und Experte für das DDR-Grenzregime. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Silke Klewin, M. A., Leiterin der Gedenkstätte Bautzen.
PROGRAMM:
Begrüßung: Prof. Dr. Axel Klausmeier, Stiftung Berliner Mauer
Podiumsdiskussion mit Dr. Marion Detjen (Bard College Berlin), Dipl. Ing. Hubert Hohlbein, Ass. iur Klaus-M. von Keussler (Vorsitzender Freiheit e. V. Erfurt und Mitinitiator einer Erinnerungstafel für Egon Schultz), Dr. Gerhard Sälter (Stiftung Berliner Mauer)
Moderation: Silke Klewin, M. A. (Leiterin der Gedenkstätte Bautzen)
Vor der Podiumsdiskussion findet um 12.00 Uhr in der Kapelle der Versöhnung die Andacht zum Gedenken an Egon Schultz statt.