"Ich bitte, mir ein Legehuhn halten zu dürfen, Herr Anstaltsleiter

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Donnerstag 03.12.2009

Kategorie: Lesungen & Hörspiele

... - Tragikomisches aus dem Strafvollzug" lautet der Titel der Juraprofessoren Peter Hoflich und Michael Matzke. Sie zitieren darin aus hunderten Briefen von Haftlingen an den Leiter einer mittelgroßen Justizvollzugsanstalt. Beide haben früher selbst im Strafvollzug gearbeitet und zeigen durch die Herausgabe ausgewahlter Briefe, wie der Alltag in deutschen Gefangnissen ablauft: oft derb, zotig, aber auch bunt, amüsant und witzig, was man angesichts martialischer Mauern mit Stacheldrahtzaunen nicht zwangslaufig erwartet. Der Witz mancher Beschwerde, Meldung oder manchen Bescheides resultiert oft aus der angestrengt ernsten Form oder der Beharrlichkeit im Kampf um Kleinigkeiten, die für Außenstehende Lappalien zu sein scheinen, für den Gefangenen aber haufig von existentieller Bedeutung sind und den Betrachter zum Nachdenken bewegen.

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