Franz-Hessel-Preisträger Frédéric Ciriez und Jonas Lüscher zu Besuch in der Léttrétage

ICAL

Mehringdamm 61 10961 Berlin - zum Stadtplan

Mittwoch 01.10.2014 - Anfangszeit: 20:00 Uhr

Kategorie: Lesungen & Hörspiele

Lesung
In Kooperation mit der Stiftung Genshagen
Moderation Dr. Petra Metz
Eintritt frei

Frédéric Ciriez, 1971 in Paimpol geboren, studierte Literatur- und Sprachwissenschaft in Brest und später in Rennes. Nach einigen literarischen Gemeinschaftsarbeiten veröffentlichte er Des néons sous la mer (Verticales, 2008).

Begründung der Jury: „In seinem zweiten Roman Mélo malt Frédéric Ciriez ein realistisches und melancholisches Triptychon von Paris. (...) Die drei Teile sind aufeinanderfolgend drei Personen gewidmet: einem Gewerkschafter, kurz vor dem Selbstmord, einem kongolesischen „Sapeur" und Müllwagenfahrer und einer jungen Chinesin, die Feuerzeuge verkauft. Drei Personen, deren Wege sich kaum kreuzen, folgen einen Tag lang, am 30. April 2013, ihrem Weg ins Desaster. (...) Der ausgefeilte Stil passt sich den jeweiligen Figuren an. (...) Als aufmerksamer Beobachter des urbanen Alltags wird Frédéric Ciriez zu einem äußerst scharfsinnigen Zeugen des „Infra-Ordinären" und der prekären Verhältnisse unserer Epoche."

Jonas Lüscher wurde 1976 in der Schweiz geboren. Nach der Ausbildung zum Primarschullehrer arbeitete er in Bern und anschließend einige Jahre in der Filmproduktion in München als Dramaturg und Stoffentwickler. Derzeit arbeitet er als Doktorand am Lehrstuhl für Philosophie der ETH Zürich und schreibt an seiner Dissertation.

Begründung der Jury: „Mit seinem Prosatext Frühling der Barbaren ist Jonas Lüscher ein viel gelobtes Debut gelungen, (...) Lüscher bündelt und verdichtet abstrakte Zeitphänomene wie die Finanzkrise, die Folgen der Globalisierung und der Revolutionen des Arabischen Frühlings. (...) Mit einer ganz eigenen Mischung aus distanzierter Erzählung, treffender Beschreibung und einem schönen Sinn für groteske Überspitzung werden komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge beschreibbar, und es entsteht ein literarischer Erzählton, der zwischen treffender Zeitdiagnose und absurder Komik schwebt. Furios bekräftigt Lüscher damit den Anspruch der Wirkungsmacht des Narrativen in heutiger Zeit."

Mehr Infos im Internet:

http://www.stiftung-genshagen.de/

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