Europa literarisch: Serbien

ICAL

Unter den Linden 78 10117 Berlin - zum Stadtplan

Dienstag 05.04.2011

Kategorie: Lesungen & Hörspiele

Di 05.04. um 18:00 Europa literarisch: Serbien







In Lesung und Gesprach Vladislav Bajac Autor und Verleger, Belgrad Moderation Thomas Wohlfahrt Literaturwerkstatt Berlin







Die Reihe »Europa literarisch« wird im April fortgesetzt mit Serbien. Serbien hat eine interessante und reiche Literaturlandschaft, aber nur wenige Autoren sind hierzulande bekannt.



Vladislav Bajac ist einer der wichtigsten Schriftsteller seines Landes. Eben erschien sein Roman »Hamam Balkania«, übersetzt von Angela Richter, im Dittrich-Verlag. Der Erfolg dieses Buches lasst sich in drei Ziffern fassen: Fünf Preise, fünf Auflagen, übersetzt in elf Sprachen. Auf zwei Zeitebenen entwickelt sich die Handlung dieses Romans: im Osmanischen Reich des 16. Jahrhunderts und in der Gegenwart. Beide sind miteinander verwoben. Lebende Personen, darunter Orhan Pamuk, Alberto Manguel und Bajac selbst, treffen auf historische Figuren. Eines der Hauptthemen ist der Identitatskonflikt eines Menschen, den verschiedene Religionen und soziale Umfelder gepragt haben. Mehmed Pascha Sokullu, der Protagonist auf der historischen Erzahlebene, wird als junger Mann aus einem orthodoxen serbischen Kloster nach Konstantinopel verschleppt und steigt dort bis zu den hochsten Rangen im Osmanischen Reich auf. Er ist türkischer Großwesir und ehemaliger Monch, Serbe und Osmane, Muslim und Christ zugleich.



Vladislav Bajac (*1954 Belgrad) arbeitete zunachst als Journalist und Ubersetzer. Seinen ersten Roman »Ein Buch über den Bambus« veroffentlichte er 1989. Bis heute hat er zehn Bande veroffentlicht, Lyrik, Kurzgeschichten und fünf weitere Romane, darunter »Hamam Balkania« (Arhipelag Publishing 2008), für den er u.a. den Internationalen Literaturpreis Balkanika erhielt. Bajac ist zudem Direktor des von ihm gegründeten Verlags Geopoetika, zu dessen Autoren Nobelpreistrager Orhan Pamuk, Don DeLillo, Julian Barnes, Haruki Murakami und Christoph Ransmayer gehoren.







Ort: Vertretung der Europaischen Kommission in Deutschland, Unter den Linden 78, 10117 Berlin



Eintritt frei, kein Nacheinlass



Um Anmeldung wird gebeten bis zum 1.4. unter http://bit.ly/equ4mH



Bitte bringen Sie einen gültigen Ausweis mit.







Eine gemeinsame Veranstaltung der Vertretung der Europaischen Kommission in Deutschland und European Union National Institutes for Culture (EUNIC) in Kooperation mit dem Kulturministerium der Republik Serbien, der Botschaft der Republik Serbien sowie der Literaturwerkstatt Berlin.







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