Ab 18 Uhr Lesung und Gesprach Filip Florian Autor, Bukarest, Moderation Thomas Wohlfahrt Literaturwerkstatt Berlin
In einem Karpatenstadtchen wird in den Ruinen einer romischen Festung ein Massengrab entdeckt. Alles scheint auf ein Verbrechen aus kommunistischer Zeit hinzudeuten. Da die Bevolkerung den Ermittlungen der zustandigen Militarstaatsanwalte nicht traut, werden argentinische Experten nach Rumanien geholt, die mit der Suche und Identifizierung der Opfer der Junta befasst waren. Die Suche nach der Wahrheit, die nur zersplittert, perspektivisch, als Wahrheit einzelner Menschen zu haben ist, bestimmt auch die Dramaturgie des Romans. Im Zentrum steht der Archaologe Petrus, der sich der allgemeinen Hysterie entzieht und eigene Forschungen anstellt. Die abenteuerlichen und wundersamen Lebensgeschichten, auf die Petrus stoßt und die Filip Florian mit großer Sprach- und Imaginationskraft wie eine Grusel-Groteske erzahlt, lassen Epochen des 20. Jahrhunderts in Europa und Lateinamerika wiederauferstehen. Sein Roman schildert eine von Diktaturen maltratierte Welt, die sich nach Gerechtigkeit sehnt. Filip Florian (*1968) studierte Geologie und Geophysik, spater arbeitete er als Journalist für die Zeitung -Cuv®ntul- und für Radio Free Europe sowie die Deutsche Welle. Sein Roman -Degete mici- (-Kleine Finger-) wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. von der Rumanischen Writers Union als bestes Prosa-Debüt 2006, und erschien auch in den USA und Polen. Sein 2008 erschienener Roman -Zilele regelui- (-Die Tage des Konigs-), wurde vom -Kolloquium des zeitgenossischen rumanischen Romans- zum Buch des Jahres gekürt.
Ort: Vertretung der Europaischen Kommission in Deutschland, Unter den Linden 78, 10117 Berlin
Eintritt frei, kein Nacheinlass
Um Anmeldung bis zum 8.4. wird gebeten unter comm-rep-ber-anmeldung(at)ec.europa.eu oder Fax: 030.22 80 23 70
Eine gemeinsame Veranstaltung von European Union National Institutes for Culture (EUNIC) mit der Vertretung der Europaischen Kommission in Deutschland, dem Rumanischen Kulturinstitut -Titu Maiorescu- und der Literaturwerkstatt Berlin