Autor und Übersetzerin lesen Auszüge – auf Deutsch und auf Französisch. Zu diesem Anlass wird auch die Co-Direktorin des Verlags, Blandine Poinsignon-Douailler, answesend sein.Manèges / Kreise zeigt ein vom Schwindel gepacktes Schaustellerpaar. Schwindelig durch das Leben, durch eine gewissen Routine (Zufälliges, Ungewisses), den Karussellbetrieb, womit sie zwar ihren Lebensunterhalt bestreiten, der ihnen aber nicht den Eindruck erspart, sich auch im Kreis zu drehen. Das ist zumindest, was sie empfinden und sie in eine kräftige aber sensible Auseinandersetzung lenkt, in denen es um so einfache wie problematische Fragen geht wie: Wie wird man glücklich? Allein? Zu zweit ? Wie bleibt man integer und bewahrt seine Werte ? Wie vermeidet man es, sich im Kreis zu drehen?Sensibel, leidenschaftlich, sehr aktuell und mit einem gewissen Sinn für Spott teilen die Figuren ihre Fragestellungen wie wattene Pfeile aus, und es liegt am Zuschauer, ob er sie annimmt oder zurückweist. Der Text lässt den Zuschauer nachdenklich zurück, und die Interpretation von Christina Gumz und Clément Labail spiegeln die Tiefgründigkeit der Ausschweifungen ihrer Figuren wider.Die im Verlag A Verse erschienene Ausgabe ist zweisprachig. Das von Clément Labail auf französisch verfasste Stück wurde von seiner Partnerin Christina Gumz ins Deutsche übersetzt. Beide sind Gründer des Théâtre Au fil des nuages.Und um für nochmehr Durcheinander zu sorgen (oder vielleicht auch um den Pfad abzustecken), begleiten die Zeichnungen von Mai-Loan Tu den Leser beim Lesen. Wie Stencils, die ihr Herz auf ihre Bühnen schütten, hinterlassen rote und schwarze Striche konfuse und feine Spuren über die Seiten hinweg, erinnern an Wolken und an die Träume, die sie zum « Kampfbereich » ausweiten sollten (oder auch nicht).Die Veröffentlichung von Manèges/Kreise stellt eine weitere Kulisse auf: Die des Abenteuers welches Clément Labail und Christina Gumz auf Fahrrädern von Berlin nach Paris führen wird. Das Ziel ist: die französische Hauptstadt erreichen und dabei Spuren hinterlassen. Spuren in den Theatern, wo sie das Stück auf Deutsch und Französisch (je nach Landessprache) zeigen werden.Hinzu kommt, dass sie Workshops und Malateliers für Klein und Groß auf dem Weg leiten werden.Erfahren Sie mehr hier.Startschuss ist am 29. August 2015: Manèges/Kreise wird in der UfaFabrik in Berlin aufgeführt bevor die Reise losgeht. Unbedingt vormerken! - Manèges/Kreise, Clément Labail, Übersetzung Christina Gumz, A verse, collection Aparté, 2015.Location: Raum B, Wildenbruchstraße 4, 12045 Berlin * U7: Rathaus Neukölln, Busse: M41, 104 und 167: Erkstraße