St. Gallen bis Genf à pied (5.- 23.9.16)
Bildervortrag von Maria Marchetta
Auf wundersame Weise gelangte, der Legende nach, der Leichnam des Jakobus, Bruder des Apostel Johannes und unter Herodes I. Agrippa 44 n. u. Zeitrechnung in Palästina enthauptet, nach Galicien.
Um 813 habe eine Sternerscheinung (Compostela) den gallischen Eremiten Pelagius an das Grab des heiligen Jakobus geführt. Seither ziehen sich Jakobswege wie ein Netz durch ganz Europa mit dem Ziel Santiago de Compostela.
Nachdem ich 2014 alleine durch Spanien gepilgert bin und Barbara und ich 2015 zusammen auf Jakobswegen durch Deutschland unterwegs waren, setzten wir im Spätsommer 2016 unsere Wanderschaft auf der Via Jacobi fort. Der Schweizer Jakobsweg war bestimmt der schönste, aber auch der anstrengendste, den wir bisher gegangen sind. Die Landschaft mit den Bergen, Niesen und Mythen war unglaublich beeindruckend, aber es war eben auch schwer, die Höhenmeter zu überwinden.
19 Tage im Zeichen der Muschel, gut 300 km zu Fuss durch die Schweiz. Immer südwestwärts Richtung Genf.
Was es auf unserem Weg von St. Gallen nach Genf gab und wie wir die Zeit auf der Via Jacobi erlebt haben?
Wälder und Berge, abgelegene Weiler und eine Großtadt, Auf- und Abstiege, Schiffsfahrten und Kühe, Berggasthäuser, Pilgerherbergen und Klöster am Weg.
Dieses und noch viel mehr möchten wir Euch berichten und Euch auf eine Bilderschau durch die Schweiz mitnehmen.
Unsere Zeit auf den Jakobswegen war für uns Wanderschaft, Stille, Schönheit, Stadtbesichtigungen und Bergkrakselei, aber auch Schritt für Schritt, Atem für Atem, Meditation und eine positive Langeweile.
Die größte Offenbarung sei die Stille, schrieb Laotse. Und genau das ist es, was einem auf Jakobswegen begleitet. Entschleunigung und Gelassenheit und ein Ozean an Zufriedenheit.
Das meditative Fortbewegen zu Fuss und der Camino ist und bleibt bei aller Anstrengung traumhaft schön!