Auf den Spuren vergessener Schriftstellerinnen

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Mittwoch 16.08.2023 - Anfangszeit: 19:00 Uhr

Kategorie: Lesungen & Hörspiele

Auf den Spuren vergessener Schriftstellerinnen

Dürfen wir vorstellen: Maria Leitners Reportagen und ein „kleiner Berliner Roman“

In der 5. Veranstaltung der Reihe „Auf den Spuren vergessener Schriftstellerinnen“ stellt Verlegerin Britta Jürgs die im AvivA Verlag erschienenen und von Helga und Wilfried Schwarz herausgegebenen Bücher "Mädchen mit drei Namen" und "Elisabeth, ein Hitlermädchen" vor.

In ihrem „kleinen Roman“ Mädchen mit drei Namen über eine junge Frau aus der Provinz, die in Berlin ihr Glück sucht, wie auch in ihren Reportagen und Miniaturen aus Berlin und über ihre Entdeckungsfahrten unterwegs in Deutschland gewährt Maria Leitner tiefe Einblicke in deutsche Lebenswelten kurz vor 1933.

Maria Leitner wurde 1892 in Varaždin (Österreich-Ungarn, heute Kroatien) geboren und wuchs in Budapest auf. Sie arbeitete als Journalistin in Budapest, Wien und Berlin und war als Reporterin im Auftrag des Ullstein-Verlages von 1925 bis 1928 in den USA. Die als Ergebnis ihrer Amerikareisen entstandenen Bücher Hotel Amerika und Eine Frau reist durch die Welt fanden ein starkes Echo. Für verschiedene Zeitungen schrieb sie über „Frauen im Sturm der Zeit“ und verfasste Feuilletons, Reportagen und den kleinen Roman Mädchen mit drei Namen. 1933 musste sie als linke sozialkritische Autorin und Jüdin Deutschland verlassen – ihr Buch Hotel Amerika gehörte zu den „verbrannten Büchern“. Im französischen Exil entstand der Roman Elisabeth, ein Hitlermädchen. Leitner verstarb 1942 in Marseille an den Folgen der jahrelangen Entbehrungen.

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