Vernissage: "The Edge of Vision"

ICAL

Turmstr. 75 10551 Berlin - zum Stadtplan

Samstag 22.10.2011

Kategorie: Kunst (Galerien etc.)

Vernissage: "The Edge of Vision"

Für die erste umfassende Einzelausstellung im Kunstverein Tiergarten entwickelt Francis Zeischegg eine multimediale Ausstellungslandschaft aus Wandarbeiten, Installationen und Dokumentationen, die verdeutlicht, wie eng die Untersuchungen in ihrer künstlerischen Arbeit der zurück liegenden Jahre miteinander zusammenhangen. Den Ausgangspunkt vieler Projekte bilden Raumuntersuchungen, die um Fragen der Wahrnehmung und Aneignung raumlicher Strukturen kreisen. Beginnend bei der Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt und deren planerischer Normierung - wie sie in Deutschland insbesondere von dem Architekten Ernst Neufert (1900-1986) mit seiner 1936 erschienenen Bauentwurfslehre vorangetrieben wurde - weitet Zeischegg ihre künstlerischen Untersuchungen auf Fragen der Hierarchisierung und Differenzierung sozialer Kontexte durch architekturraumliche Settings aus. Der Beobachtung der Blickregie und Konstituierung visueller Systeme von ordnendem und soziopolitisch differenzierendem Charakter widmet die Künstlerin ausgehend von der Architekturlehre dabei eine besondere Aufmerksamkeit. Mit Apparaturen zur Blicklenkung, Vehikeln zur Uberwachung und Strukturuntersuchungen zu optischen Einrichtungen, die sie nicht selten aus naturwissenschaftlichen, militarischen und forstwirtschaftlichen Kontexten ableitet, weisen Zeischeggs Arbeiten auf das diffizile Verhaltnis von Raum, Architektur und deren Beherrschung durch eine gezielte Regie der Blickverhaltnisse hin. Integraler Bestandteil ihrer diesbezüglichen Analysen ist die regelmaßige Beschaftigung mit raumlichen Strukturen in Bildsprache und Schrift, die maßgeblich unsere Wahrnehmung - insbesondere des offentlichen Raums - bedingen. -The Edge of Vision-€œ bringt diese vielfaltigen Betatigungsfelder der Künstlerin erstmals in einem umfangreichen Ausstellungskontext zusammen, bei dem wissenschaftliche Darstellungen visueller Systeme als Display für punktuelle vertiefende Analysen fungieren. Als funktionale Objekte laden diese die BesucherInnen zur aktiven Nutzung und gleichermaßen korperlichen wie kognitiven Erfahrung ein.







Eroffnung: Samstag, 22. Oktober, 19 Uhr

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