Kunst ist eine Art und Weise der Auseinandersetzung mit dem Leben. Pinsel, Stifte, Farben und Formen können ein Werkzeug darstellen um Emotionen auszudrücken, die Wirklichkeit zu kopieren und zu verändern, Ereignisse zu verarbeiten, sprich, um sich mitzuteilen. Im Kurs soll den Künstler_innen mit (geistiger) Behinderung, die alle im ambulant betreuten Wohnbereich der Stephanus-Stiftung leben und unterschiedliche Zeichenerfahrungen haben, der Raum dafür geboten werden, ihr künstlerisches Talent zu fördern, zeichnen und malen zu üben und auch neue Techniken kennenzulernen. Das Augenmerk liegt auf Acrylmalerei und Aquarellmalerei nach möglichst wenig speziellen Vorgaben, da das Ziel weniger ist, den Zeichenstil zu perfektionieren, als zu lernen eigene Ideen zu entwickeln und Entscheidungen für die Malerei zu treffen. Die Werke werden der Kursteilnehmer_innen werden nun im Morgenstern zu sehen sein. Neben der Honorierung der Arbeit der Künstlerinnen und Künstler steht auch ein integrativer Gedanke, der die Teilnehmer des Kurses als “Kunstschaffende“ darstellt und nicht vordergründig als Menschen mit geistiger Behinderung oder Lernbehinderung einordnet. Das Anliegen des Kurses ist es, sich über das Medium Malerei auszudrücken und nicht der „Norm“ dessen, was als „qualitative Kunst“ eingestuft wird, nachzugehen. Ausstellende Künstler_innen sind: Bärbel Jakobs, Karl-Heinz Päudler, Angelika Barth, Evelyn Groh, Hans-Jürgen Grzelak, Petra Pfabe, Barbara Merkel, Ingrid Heß, Detlef Hampel und Daisy Golisch. Leitung des Kurses: Clara Julia Escalera,
Sozialarbeiterin in der Wohngemeinschaft Blechenstraße der Stephanus-Stiftung Weißensee. Die Ausstellung wird mit einer Vernissage gefeiert. Musikalische Untermalung mit Gitarre und Gesang von Anke Siegel und Lesung eigener Gedichte von Maximilian Baron.