Melville, Salinger, Dostojewski, Celine - vier Autoren, unzählige Meisterwerke
Jennifer Burtchen begleiten diese Autoren seit vielen Jahren. Sie berühren sie nicht nur auf literarischer, sondern auch auf ästhetischer Ebene. Die Bilder dieser Ausstellung sind visuelle Stimmungsbilder und stellen den Versuch dar, sich mit den Romanen zeichnerisch auseinanderzusetzen. Intuitive Assoziationen, innere Bilder, Zeichnungen als Resonanz, welche nicht die Handlung, sondern vielmehr die Stimmung, den Erzählstil, die Essenz der Werke widerspiegeln.Wie auch den Autoren, geht es Jennifer Burtchen nicht um die reine Unterhaltung der Rezipienten. Vielmehr möchte sie durch ihre Motivauswahl und ihren Zeichenstil, die Vermischung gegensätzlicher Techniken, sowie Perspektivwechsel den Betrachter herausfordern und zur Reflexion anhalten/bewegen. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine filigrane Auseinandersetzung mit Oberflächenstrukturen und Konturen aus.Durch das Wiederholen, Vergrößern und Abstrahieren der Strukturen sowie den teilweisen Verzicht auf die Form und das augenscheinlich Unvollendete löst sich die Vertrautheit des Motivs auf, der Betrachter wird angehalten sich mit dem Bild zu beschäftigen. Ob er das Werk als alleine stehendes Detail oder als Teil des Ganzen begreift ist ihm überlassen. So, wie in den Romanen nicht ein einzelner Satz, sondern die Summe die Stimmung erzeugt, sind Jennifers Burtchens Werke mehr als nur Handlungsabbildungen. Sie laden ein sich zu verlieren in den unendlichen, großartigen Welten, die Dostojewski, Mellville, Salinger und Celine Satz für Satz für uns entworfen haben.
Die Ausstellung ist vom 07.03 bis zum 10.04.2015 zu sehen.