Vernissage: Implosion by Jacek Szczepanek / Szczepan Orłowski

ICAL

Emserstraße 124 12051 Berlin - zum Stadtplan

Donnerstag 05.06.2014 - Anfangszeit: 19:00 Uhr

Kategorie: Kunst (Galerien etc.)

Vernissage: Implosion by Jacek Szczepanek / Szczepan Orłowski

Wir laden Sie herzlich ein zur Vernissage am 05.06.2014 um 19 Uhr.

Implosion erzählt die Geschichte von der inneren Reise einer Person, die akustisch von der äußeren Welt isoliert ist. Der poetische Text wird befragt und entblößt Details über Worte, Aussprache und Akzent. Die Leser sind zumeist Laien, die in Südostlondon wohnen und auf den Straßen aufgenommen wurden. Ihre Sprechweise verwundert genauso wie die elektronische Bearbeitung der Stimmen. Die ZuhörerInnen tauchen in dem kaum beleuchteten Raum in die asketische 2-Kanal Klangprojektion ein.

I have ears of cartilage and I've heard things more than once, sealed by bee's wax, and I've even said things, but with a frog in my throat and at first I thought I had said too little before they had taken it away from me, actually it was I who took it from myself, and with time I understood that all of me wasn't speaking, but cheerfully smiling, albeit with somewhat pressed lips, however, of silence I remain undecided.

Implosion/Implozja wurde ursprünglich auf Polnisch geschrieben und produziert, und in der Nationalen Kunstgalerie Zachęta ausgestellt.

Jacek Szczepanek ist 1984 in Warschau geboren. Er hört Menschen, sowie Klängen zu. Seine Erfahrung mit ethnographischen Interviews sammelte er in Indonesien, Syrien, Polen und Deutschland. Als Doktorand an der Universität der Künste in Berlin vergleicht er die Bedeutung des Computers als Musikinstrument innerhalb und außerhalb der Wiege der Softwareentwicklung. Als Sound Designer spezialisiert er sich auf Feldaufnahmen, wie z.B. bei seiner Klangerkundung am größten Tagebau Polens (Bełchatów, 2013). Er zieht es vor, seine Klangkunst in einer Gemeinschaft zu lokalisieren,wie bei seinem Konzert für Plattenbausiedlungsausrufe (Warschau, 2013), welches zusammen mit den Einwohnern erarbeitet, und auf ihren Straßen abgespielt wurde.

Szczepan Orłowski ist 1989 in Białystok geboren. Als Dramatiker debütierte er mit Und Iphigenia (Teatr Nowy, Łódź, 2012), das die Goldene Maske, eine Auszeichnung der Theaterkritiker der Stadt, bekam. Er ist Autor oder Mitautor von mehreren Stücken und Adaptationen für die wichtigsten Theaterbühnen Polens und studiert Text and Performance an der Royal Academy of Dramatic Art und am Birkbeck College in London. Orłowski erkundet die intertextuelle literarische Form und transformiert das Erbe der Philosophie und des Kritizismus. Er porträtiert die Gesellschaft durch die Erforschung des Individuums, welches sich im Netz von beklemmenden Verhältnissen befindet.

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