Jessica Rimondi ist Malerin aus Italien. Sie betrachtet das alltägliche Leben und die einfachen Menschen und dabei erkennt sie die Schönheit der kleinen Dinge des Lebens. Sie versucht das Wesentliche aufzugreifen und in ihren Malereien wiederzugeben. Ihre Kunstwerke schaffen einen intimen Dialog zwischen ihr, dem Beobachter und den Subjekten in ihren Bildern. Zur Zeit arbeitet sie an einem neuen Projekt, das Situationen aus dem alltäglichen Leben verarbeitet und diese mit der historischen Arbeit der Kunst in Beziehung setzt. Künstler der Vergangenheit, als auch Musiker beeinflussen ihre Arbeit. Ebenso hat ihr Umzug nach Berlin ihre Sichtweise verändert. In Berlin hat sie die Möglichkeit immer etwas Neues zu sehen, das sie inspiriert. Die sensorische Methode, die sie nutzt, nennt sie das "kontrollierte Chaos", es hilft ihr, das wahre Gefühl ihrer Subjekte zu finden. Sie versucht dabei den Gedanken ihrer Subjekte über ihre Gesten zu folgen.
Jessica gewann einen der Preise des Premio Ora , den "Purchase Award" für ihr Gemälde "Vitae Volant, Manent Vitae". Premio Ora ermöglicht jedes Jahr die Zusammenarbeit zwischen italienischen Galerien und Künstlern und startet auch einen zweiten internationalen Wettbewerb mit Galerien aus der ganzen Welt. Ihr Gemälde"Vitae volant, Manent Vitae" ist Teil einer Serie an der sie das ganze letze Jahr arbeitete. Es war nicht leicht für sie das Kunstwerk zu präsentieren, weil es alte Menschen nackt an einem See zeigt, was teilweise als unästhetisch eingestuft wird. Für sie ist es ein Bild aus ihrer Lieblingsserie, dass sehr viel Poesie widerspiegelt, die sie in den Menschen gesehen hat. Für sie sind die Menschen in ihrer realen Erscheinung schön.
Zoula Fürst ist in Ufa (Russland) geboren. 1983 schloss sie ihr Studium in Malerei, Kunstpädagogik und Kunstgeschichte an der Pädagogischen Universität in Ufa erfolgreich ab und wurde in den Staatlichen Künstlerfonds aufgenommen. 1990 übernahm sie die Leitung eines Modeunternehmens. In 1993 zog sie nach Deutschland, wo sie anfing, sich mit der Malerei zu beschäftigen. Inzwischen beherrscht sie alle Maltechniken von Pastell, Acryl bis hin zu Ölfarben. 1998 eröffnete sie zusammen mit ihrem Mann eine Malschule in Marktredwitz (Bayern), die Kindern die Möglichkeit gab, sich kreativ zu entwickeln und in der Schulabsolventen die Möglichkeit hatten, sich für ihr weiteres Studium vorzubereiten. Zur Zeit unterrichtet sie an einer Berliner Schule.
In ihren Werken steht oftmals ein Mensch, hauptsächlich Frauen, im Mittelpunkt. Sie konzentriert sich dabei aber nicht nur auf das Abzeichnen eines Menschen, sondern vielmehr noch für die scheinbaren Nebenplätze der Alltagskultur. Ihre Bilder vermitteln den Ausdruck von Zeitgeist, inspiriert durch die Befreiung, soziale Position und Identität der Frau. Zoula hat ihre Maltechnik selber erdacht und perfektioniert. Dabei ist es für sie völlig irrelevant, ob das Bild als Resultat dieser Arbeit einen speziellen Geschmack trifft. Wichtig allein ist für sie die Frage, ob sie ihr Handwerk rundum gut gemeistert hat.
Die Vernissage wird von Doreen Ooi (Australien) musikalisch untermalt. Sie führt die klassische Bratsche aus dem Orchester heraus und bringt sie in neue Bereiche, beeinflusst von Raum, Performancekunst und Experimentalfilm. Ihre Performance basiert auf zeitgenössischen Solostücken, die mit Visuals untermalt werden. Sie hat mit einer Reihe von internationalen Künstlern studiert, zusammengearbeitet und performed.
Ausstellungsdauer: 04.07. - 16.07.2014