20 Uhr Vortrag und Film über die Bedeutung des Kinos für die Situationisten anhand von Film- und Bildbeispielen.
Im Einklang mit der situationistischen Theorie, die sich mehr und mehr gegen das A¢-¬A¾traditionelleA¢-¬A" Tafelbild wandte und den Einsatz moderner Medien forderte, entstand 1961 in München unter der Regie des Danen Albert Mertz der Film A¢-¬A¾So ein Ding muss ich auch habenA¢-¬A" u. a. mit Asger Jorns Bruder JAørgen Nash und der Gruppe SPUR, seinerzeit die deutsche Sektion der S.I.
Laut Filmskript wollte man A¢-¬- ganz im Sinne der Situationisten A¢-¬- das A¢-¬A¾gewohnliche JedertagslebenA¢-¬A" dekonstruieren. Dabei entstand ein bislang selten gezeigtes Werk des Experimentalfilms, das die verdeckten Aggressionen der Nachkriegszeit in München nicht ohne Humor zu Tage treten lasst. Der Legende nach wollte Godard den Kurzfilm 1967 vor A¢-¬A¾La chinoiseA¢-¬A" zeigen, bekam jedoch keine Erlaubnis dafür mit der Begründung, dass man seine Filme nicht moge.
Der Kurzfilm A¢-¬A¾So ein Ding muss ich auch habenA¢-¬A" erweist sich im Vergleich zum Werk von Debord als ein Gegenbeispiel und laßt noch einmal ahnen, warum es bald nach Abschluss der Dreharbeiten zur Trennung zwischen den deutschen Künstlern und der Gruppe um Guy Debord kommen sollte.
So ein Ding muss ich auch haben
Produktion: Dansk-Fransk Experimentalfilm Kompagni, 18 Minuten; Regie und Bild: Albert Mertz; Kamera: Wolf Wirth; Musik: Jean Dubuffet und Asger Jorn; Requisite: Katja Lindell mit: Willi Bleicher, Jacqueline de Jong, JAørgen Nash; Heike van de Loo, Heimrad Prem, Helmut Sturm, Maurice Wyckaert, HP Zimmer u. a. AA© Donation Jorn, Silkeborg; Estate Mertz
Mit freundlicher Unterstützung der Galerie van de Loo Projekte,
München Die DVD kann für 25 EUR am Veranstaltungsabend oder über
die Galerie van de Loo erworben werden
Ausstellung bis 15. Mai 2011
DER ZEICHNER PAUL HOLZ (1883-1938)in Zusammenarbeit mit der Kunstsammlung der Akademie der Künste, Berlin
Mittwoch bis Sonntag, 14 - 20 Uhr,