Wilhelmstraße 140 / Stresemannstraße 28 10963 Berlin
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Dienstag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr, Eintritt frei, Ausweis erforderlich.
Preisverleihung und Ausstellung: Sylvia Plachy
Am 6. Februar 2010 um 19 Uhr findet die Verleihung des Dr.-Erich-Salomon-Preises an die US-amerikanische Fotografin Sylvia Plachy im Berliner Willy-Brandt-Haus statt. Die Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ist einer der wichtigsten Fotopreise Deutschlands. Unter dem Titel "Waiting" wird zeitgleich eine Ausstellung mit Arbeiten aus dem Gesamtwerk der Fotografin eroffnet, die bis zum 28. Marz 2010 gezeigt wird.
Plachys Bilder stehen in der Tradition der amerikanischen Dokumentarfotografie. Ihre Bildwelt ist poetisch und melancholisch, oft witzig oder gar skurril, bisweilen auch ernüchternd aber immer bewegend. Sie ist eine Entdeckerin, die offen für das ist, was ihr am Wegesrand auffallt. Menschen, Raume, Dinge - alles kann zum Bild werden. Einige Sujets tauchen immer wieder auf: Tiere etwa oder ihr Sohn Mishi, der als Schauspieler Adrien Brody zu Oscar-Weltruhm gelangte. Spürbar ist haufig auch die Auseinandersetzung mit der verlorenen Heimat und dem damit verbundenen Verlorensein in der Welt. Kameras und Formate setzt sie ein, wie es ihr passt - und es passt immer, ganz gleich ob Spielzeugkamera oder Leica, Schwarz-Weiß oder Farbe.
Mit der 1943 in Budapest geborenen Sylvia Plachy ehrt die Deutsche Gesellschaft für Photographie eine renommierte Fotografin, die neben ihrer Tatigkeit für das New Yorker Magazin "Village Voice" für Publikationen wie "Newsweek", "Geo", "Vogue" und das "Time Magazine" arbeitete. Ihre Werke wurden unter anderem im Museum of Modern Art (MoMA) in New York ausgestellt.