Begleitveranstaltung und Finissage zur Ausstellung in der Galerie Parterre
Charlotte E. Pauly (1886 - 1981)
Sonntag, 4. November 2012
Vortrag / Lesung und Flamencoprogramm
17 Uhr: Die bunte und herbe Welt seiner Lieder
Charlotte E. Pauly hat viel Lebenszeit in Spanien und Portugal verbracht. Wahrend ihrer zweiten Spanienreise lernte sie die Dichtung Federico GarcAa Lorcas kennen und übersetzte, vermutlich als erste, seine Zigeunerromanzen ins Deutsche. Diese Ubersetzungen sind unbekannt geblieben. -zDie bunte und herbe Welt seiner Lieder- schrieb sie rückblickend 1948, "begleitete mich durch die ganzen spanischen Jahre. Erst jetzt sehe ich ganz, wieviel ich diesem poetischen Schlüssel verdanke: Wer Lorca versteht, wird der arabischen und andalusischen Musik, die viele Nordeuropaer nicht mogen, gleichfalls zuganglich sein, damit aber auch der spanischen Seele in gewissen Abwandlungen gerecht werden konnen. Denn, so vortrefflich er auch die Grundstimmung des Zigeunertums traf, Allgültiges verbarg sich in diesem Kostüm. Die Stimmung einer Jugend, die vor der abendlandischen Technisierung teils zurückschreckte, teils ihr entgegenbebte, die Mechanisierung des Menschen aber immer zurückwies, fand hier ihre Sprache, ihre Klage, ihre Hoffnung. /-¦/ ich habe mich bemüht, so viel wie moglich von diesem Wesenhaften auch ins Deutsche zu bringen, von der Heftigkeit der Kontraste." [Charlotte E. Pauly: Federico Garcia Lorca. In: Ost und West, 1948, H. 3, S. 32]
Prof. Dr. Dieter Ingenschay forscht zur spanischen und lateinamerikanischen Literatur und lehrt seit 1995 am Institut für Romanistik der Humboldt-Universitat zu Berlin. In seinem Vortrag spricht er u. a. über die Rezeptions- und Entstehungsgeschichte der Romancero gitano und ihre unterschiedliche Ubersetzung ins Deutsche. Dabei kommen auch Ubersetzungen der Pauly zu Gehor.
18 Uhr: Flamenco trifft Charlotte E. Pauly
Charlotte E. Pauly hat selbst Tanze choreographiert und dann vorgeführt, vorzugsweise auf Familienfesten.
Cornelia La Minera hat durch ihren Lehrer Dieter Goltzsche früh mit dem Werk der Pauly Bekanntschaft geschlossen und zahlreiche Geschichten und Erzahlungen über sie gehort. Aus ihnen wird sie ihre ganz eigene Choreographie des Lebens der Pauly entwerfen. Cornelia La Minera (Tanz) studierte Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Berlin- Weißensee, in Salamanca und in Granada, wo sie mehrere Jahre lebte und Zugang zum Wesen des Flamenco fand. Sie nahm Tanzunterricht bei herausragenden Flamencokünstlern und besuchte die renommierte Schule "Amor de Dios in Madrid. | Olga Iturri Franco (Gesang) kommt aus Sevilla. Seit ihrer Kindheit mit dem Flamenco vertraut, studierte sie nach eine fundierten Ausbildung im klassischen Gesang an der Fundacion Christina Heeren, Flamencogesang. | Ulrich Gottwald "El Rizos" (Gitarre) kommt aus München und entdeckte nach langjahrigem Geigenunterricht als Siebzehnjahriger die Flamencogitarre für sich. Er nahm Unterricht bei Meistern der Gitarre – u. a. bei Paco Serrano, Carlos Heredia, Miguel Angel Cortés, Eduardo Rebollar.
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Die Ausstellung lauft vom 26. September bis 4. November 2012
Galerie Parterre
Danziger Straße 101, Haus 103
10405 Berlin (Prenzlauer Berg)
Offnungszeiten
Mi-So 13 - 21 Uhr, Do 10 - 22 Uhr
Eintritt frei