Ausstellungseröffnung: Luise. Archäologie eines Unrechts

ICAL

Britzer Straße 5 12439 Berlin - zum Stadtplan

Donnerstag 15.06.2023 - Anfangszeit: 19:00 Uhr

Kategorie: Kunst (Galerien etc.)

Ausstellungseröffnung: Luise. Archäologie eines Unrechts

Fotoausstellung von Stefan Weger

Fałków, 1941. Der 15-jährige Pole Walerian Wróbel wird zur Zwangsarbeit nach Bremen verschleppt. Er hat Sprachprobleme und Heimweh. Nach 10 Tagen legt Walerian Feuer, weil er hofft, dann nach Hause geschickt zu werden. Die Bäuerin Luise lässt ihn von der Ge stapo abholen. Walerian wird ins KZ Neuengamme gebracht und am 25. August 1942 hingerichtet. Luise war die Urgroßmutter des Fotografen Stefan Weger.

Weger stellt sich mit dieser Ausstellung seiner mit dem Nationalsozialismus verwobenen Familiengeschichte. »Archäologie eines Unrechts« nennt er sein fotografisch- künstlerisches Projekt zum Tod des jungen Zwangsarbeiters. Weger suchte Familien fotos, erkundete das zugewachsene Gelände um den alten Bauernhof und trug Akten des Falles zusammen. Entstanden ist ein dichtes visuelles Portrait einer Familiengeschichte im Nationalsozialismus, das um Vergessen und Bewusstmachung kreist.

Begrüßung: Dr. Christine Glauning
Leiterin Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Vortrag: "Zwischen blinden Flecken und belichteten Momenten" Miriam Zlobinski Lehrbeauftragte Universität der Künste und Ostkreuzschule für Fotografie

Einführung in die Ausstellung: Stefan Weger
Fotograf und Kurator, Berlin

Im­ Anschluss ­laden­ wir ­Sie­ zu einem Empfang ein.

Für unsere Planung bitten wir Sie um Anmeldung unter: veranstaltung-sw(at)topographie.de

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