Ausstellung -parcours11-
Berliner Kunst - Eine Auswahl aus den letzten 100 Jahren
Berlin, 11. November 2011 - Wie beeinflusste Berlin in den letzten 100 Jahren die Kunst, welche Stilrichtungen sind hier entstanden und pragten die Berliner Kunstszene? Mit Gemalden, Grafiken, Fotoarbeiten, Skulpturen und Installationen von 18 Künstlern zeigt die von der Berliner -White Square Gallery- arrangierte Verkaufsausstellung -parcours11- vom 11. November bis 11. Dezember einen Ausschnitt aus der Berliner Kunst der letzten 100 Jahre, prasentiert von Bentley Motors Ltd.. Kuratiert wurde die von Katharina Canzler initiierte Ausstellung von Frau Dr. Elena Sadykova, Berlin, in Zusammenarbeit mit Dr. Dorothea Eimert, Koln.
Historisch aufgebaut beginnt die Exposition im Automobil Forum Unter den Linden mit einer der schillerndsten Künstlerpersonlichkeiten Berlins in den 20er Jahren, Heinrich Maria Davringhausen. Davringhausen zahlt zu den Mitbegründern der Neuen Sachlichkeit in Berlin, die einen großen Einfluss auf die Entstehung kritisch-realistischer Kunststromungen ausübte und mit ihrer Formensprache auch spatere Generationen der Künstler beeinflusste. Von den Nationalsozialisten als -entartet- erklart, gehort er zur sogenannten -verschollenen Generation- von Künstlern, die nun nach und nach neu entdeckt werden. Die Ausstellung zeigt Werke des Künstlers vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die 50er Jahre, darunter zwei weibliche Portrats von 1912, 1913/14, die erstmals offentlich zu sehen sind.
Den zweiten Teil der Ausstellung besetzen so bekannte Künstler, wie Joseph Beuys, Jorg Immendorff, Marcus Lüpertz, Georg Baselitz, Sigmar Polke, A. R. Penck, Heiner Meyer, Daniel Konig und Wolf Vostell. Sie alle setzten sich kritisch mit der deutschen Nachkriegsgeschichte auseinander und antworteten mit einer neuen Gegenstandlichkeit auf die in den 60ern und 70ern weit verbreitete Abstraktion. Ein besonders Erlebnis dieses Ausstellungsteils ist Wolf Vostells -Die Erschaffung der Welt-, ein für den legendaren -Fluxus Zug- geschaffenes Meisterwerk, das seit dem Verkauf 1981 nur einmal gezeigt wurde.
Der dritte Teil der Ausstellung ist jüngeren Künstlern gewidmet: Pia Andersen, Artists Anonymous, Aldo Christofaro, Axel Lischke, Jan Movius, molitor&kuzmin, Philipp Sladkowski sowie Seidel & Schreiber. Exklusiv für die Ausstellung kreieren molitor&kuzmin die 12 Meter lange Lichtinstallation -Milchstraße- in Anlehnung an das Weltall und zugeschnitten auf einen Bentley New Continental GT. Verbunden mit einer Videoperformance entsteht die raumgreifende Impression eines schwebenden Automobils, das eine endlose Lichtspur hinterlasst. Axel Lischke zeigt u. a. eine fahrende Kathedrale, eine monochrome silberne Skulptur aus 90.000 Muttern und 75.000 Schrauben. Von der renommierten Künstlergruppe Artists Anonymous ist u. a. das typische Bilderpaar -Guards-, ein Bild (-Image-) und Nachbild (-Afterimage-), zu sehen, eine Kombination aus Gemalde und per Hand und Computer geanderter Fotografie. Pia Andersen zeigt Landschaftsbilder in einer Mischung aus Realitat und Abstraktion.
-Mit ihrer künstlerischen und stilistischen Vielfalt greift die Ausstellung markante Einflüsse auf, die Berlin zu einer Stadt der Künste machten-, bringt Dr. Elena Sadykova das Ziel der Ausstellung auf den Punkt. -Wie vor hundert Jahren ist Berlin auch heute wieder eine Kunstmetropole von internationaler Bedeutung, in der Traditionen, Stile und Techniken zum globalen Neuen verschmolzen werden.-
-parcours11-
11. November bis 11. Dezember 2011
im Automobil Forum Unter den Linden,
Unter den Linden 21 (Ecke Friedrichstraße), Berlin-Mitte,
taglich 10.00 - 20.00 Uhr, Eintritt frei.
Weitere Informationen:
www.automobilforum-berlin.de, Tel. 030 2092 1200