Originalsprache Deutsch, Türkisch, Englisch mit deutschen und türkischen Untertiteln
Veranstaltungsraum Hansabibliothek
Einlass: 13:30 Uhr, freier Eintritt
Cem Kayas mitreißender Dokumentarfilm zelebriert 60 Jahre Musikkultur türkeistämmiger Migrant:innen in der BRD. Der Film wurde 2022 bei den 72. Internationalen Filmfestspielen Berlin mit dem Panorama Publikums-Preis ausgezeichnet.
Anfang der 1960er-Jahre wurden die sogenannten Gastarbeiter:innen aus Anatolien und anderen Gegenden der Türkei von der Bundesrepublik Deutschland angeworben. Von Anfang an gab es etwas, das sie immer begleitet hat und Bestandteil ihrer Kultur war: ihre Musik – ein Stück Heimat in der Fremde. Über die Jahre entwickelten sich in Deutschland eigenständige musikalische Richtungen, die es in dieser Form im Mutterland nicht gab. Diese beispiellose Geschichte einer selbständigen Musikkultur der Einwanderer aus der Türkei, ihrer Kinder und Enkelkinder in Deutschland, erzählt der spannende Kino-Dokumentarfilm „Aşk Mark ve Ölüm“ / LIEBE, D-MARK UND TOD von Cem Kaya unterhaltsam und sehr vielschichtig mit noch nie gesehenem Archivmaterial.
Ihnen folgten jüngere Musiker:innen wie das Duo Derdiyoklar („Liebe Gabi“), Ozan Ata Canani („Deutsche Freunde“) oder Cem Karaca und die Kanaken („Mein Freund, der Deutsche“), die in ihren gesellschaftskritischen Liedern zum ersten Mal auch auf deutsch sangen und damit sowohl die migrantische als auch die deutsche Popkultur prägten. HipHop wurde zum Sprachrohr der zweiten und dritten Generation von Menschen, die in Deutschland aufgewachsen waren. Pioniere deutsch-türkischen HipHops wie Fresh Familee, King Size Terror oder Islamic Force waren Wegbereiter zeitgenössischer Pop Musik in Deutschland.
Der Filmtitel “Aşk, Mark ve Ölüm” ist inspiriert vom gleichnamigen Gedicht des Autors Aras Ören, welches 1982 von der Band IDEAL vertont wurde.
Land/Jahr: Deutschland 2022
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Cem Kaya
Darsteller: İsmet Topçu, Ömer Boral, Yüksel Ergin, İhsan Ergin, Metin Türköz, Adnan Türköz u. v. m.
FSK 12
Länge: 98 Minuten
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Cem Kaya'nın Almanya'daki Türkiye kökenli göçmenlerin 60 senelik müzik kültürünü mercek altına aldığı duygudan duyguya sürükleyen belgesel filmi, bu seneki 72’nci Uluslararası Berlin Film Festivali’nde seyirci ödülüne layık görüldü.
1960'ların başında Türkiye'den “misafir işçiler” gurbete sadece iş güçlerini değil, dillerini, kültürlerini ve müziklerini de getirdiler. Almanya’da, etkisi günümüze kadar uzanan, kökleri Anadolu’da olan ama altın çağını Almanya'da yaşamış olan bir müzikal evren gelişti.
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(Foto: Rüştü_Elmas_©️ filmfaust Film Five)