Sonntag, den 13.04.2025 | 19 Uhr
Inselkino. Zwischenwelten ist eine Filmreihe zum Thema Migration und Integration. Erlebe an vier besonderen Filmabenden eine sorgfältig kuratierte Auswahl an Lang- und Kurzfilmen sowie Dokumentationen, die Migration und Flucht aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen – mal berührend, mal nachdenklich, aber immer voller Menschlichkeit und Hoffnung. Der Eintritt ist frei!
13.04.2025 / 19 Uhr:
KURZFILM-PROGRAMM
Deutschland I 2018 & 2022 I 77 Min
Sprache: Deutsch
Die Kurzfilme bieten einen einfühlsamen Blick auf verschiedene Aspekte von Flucht und Migration. In „Nach Parchim“ erzählen Ulla, eine Kriegsgeflüchtete aus Ostpreußen, und Moner, ein syrischer Junge, wie sie nach traumatischen Erlebnissen in Parchim eine neue Heimat fanden. „1 Kilo – 3 Euro“ zeigt, wie Menschen in einem kleinen Laden in Berlin Pakete an ihre Familien in Georgien schicken, um ein Stück Heimat zu bewahren. In „Was unsere Eltern erreicht haben“ berichten Kinder von ehemaligen Vertragsarbeiterinnen aus Vietnam über ihre Familiengeschichte und ihr eigenes gesellschaftliches Engagement. Yugotransport – Wir sitzen alle im selben Bus begleitet Erntehelferinnen auf dem Weg in das gelobte Land – Deutschland.
Weitere Termien der Filmheihe Inselkino. Zwischenwelten: Migration im Film:
27.04. 17 Uhr - “LOS LOBOS / DIE WÖLFE”
11.05. 19 Uhr - “FAVORITEN”
Detallierte Beschreibung der Kurzfilme: Nach Parchim
Regie: Johanna Huth und Julia Gechter
Deutschland, 2018, 22 Minuten, Kurz-Dokumentarfilm
Ein Junge und eine alte Dame, zwei Flüchtlinge in einer Kleinstadt in Deutschland: die heute 91-jährige Ulla floh mit 19 aus Ostpreußen. Wie hat die Flucht ihr Leben geprägt? Der 7-jährige Moner ist 2015 aus Syrien in Parchim angekommen und wartet auf seine Eltern. Werden sie jemals in Deutschland ankommen? Beide verbindet das gleiche Schicksal: die Notwendigkeit der Flucht und die Suche nach einer neuen Heimat.
YUGOTRANSPORT - WIR SITZEN ALLE IM SELBEN BUS
Regie: Boris Hadžija
Deutschland, 2022, 23 Minuten, Kurzfilm
Dreißig Jahre nach dem Jugoslawienkrieg und dem Ende des Kommunismus, sitzen Männer aus unterschiedlichen Ländern des ehemaligen Jugoslawiens wieder im selben „Bus“. Es sind Erntehelfer mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft und ein Leben im Wohlstand. Sie alle befinden sich auf dem Weg in das gelobte Land – Deutschland.
WAS UNSERE ELTERN ERREICHT HABEN
Regie: Malte Voß
Deutschland, 2022, 16 Minuten, Kurz-Dokumentarfilm
1980 wurde das Vertragsarbeiter*innen-Abkommen zwischen der DDR und Vietnam abgeschlossen. In dem Portrait erzählen Kinder und Jugendliche von ehemaligen Vertragsarbeiter*innen aus Vietnam von ihren Familien, ihrer Kindheit und ihrem eigenen gesellschaftlichen Engagement.
Der Film wurde vom «Runden Tisch für politische Bildung in Lichtenberg» in Auftrag gegeben.
1 Kilo - 3 Euro
1 კილო - 3 ევრო
Regie: Ani Mrelashvili
Deutschland, 2022, 16 Minuten, Kurz-Dokumentarfilm
Maka führt einen kleinen georgischen Paketshop in Berlin. Ein Ort, der auf Google Maps nicht existiert und den man nur findet, wenn man gezielt danach sucht. Der Laden ist ein Ankerpunkt für Georgier*innen, die Pakete an ihre Liebsten in die weit entfernte Heimat schicken. Immer wieder bringen Kund*innen mit den Paketen neue Geschichten in den Laden. Was entsteht, ist ein kleines Georgien zur Linderung der Nostalgie.