Seit 1961 verfolgen Winfried und Barbara Junge die Lebenswege von Kindern einer Schulklasse im brandenburgischen Golzow im Oderbruch. Mit diesem filmischen Langzeit-Dokument ist nicht nur ein beeindruckendes Zeitzeugnis entstanden, das Projekt gilt auch als eines der 100 wichtigsten Filme der Filmgeschichte und als größtes Langzeitprojekt in Europa.Doch was steckt hinter diesen Superlativen und dem Mammutprojekt? Die Dokumentation berichtet von Kindern der Jahrgänge 1953 bis 1955, die in der damals noch jungen DDR aufwuchsen und in der Mitte ihres Lebens Bürger der Bundesrepublik sind.
Es ist der unbedingte Wille, Menschen in ihrer Zeit, in ihrem kleinen oder größeren Kosmos, in ihrem Denken und Fühlen und vor allem in ihrer Entwicklung zu zeigen. Wie verändern sich Menschen mit ihrer Arbeit, ihrer Umwelt, mit gesellschaftlichen Verhältnissen? Wir reden darüber, wie es zu diesem mehr als vier Jahrzehnte umspannenden Projekt kam, welche historischen und künstlerische Bedeutung es für die Nachwelt hat, was Film von Fernsehen unterscheidet, jedoch auch, welche Verbindungen es gibt. Welche Rolle spielen Wahrhaftigkeit und Authentizität? Was ist das? Wie erreicht man das im Film?Gesprächspartner ist dafür ebenfalls der Fernsehjournalist und Dokumentarfilmer Axel Kaspar. Er gehörte neben Landolf Scherzer zu der kleinen Gruppe von Journalistik-Studenten, die von Jean Villain, der aus der Schweiz in die DDR kam, in literarischer Reportage ausgebildet wurden. Durch die Leipziger Dokfilmwoche inspiriert, forderte er für das DDR-Fernsehen einen neuen Stil für Reportagen. Bekannt wurde er vor allem mit der Sendung PRISMA.
Danuta Schmidt lebt und arbeitet seit 25 Jahren in Berlin als Journalistin, Autorin und Moderatorin. In ihrer eigenen Reihe SonntagsLese, die sie 15 Jahre initiierte, traf sie interessante Menschen, von berühmt bis berüchtigt. Ihre Themen sind u.a. die Architektur der Ostmoderne, Umweltsensibilisierung, historische Literatur und Gegenwartsliteratur, die Suche nach der eigenen Identität, nach Heimat, innerer Ruhe, Schöpferkraft. Die gebürtige Thüringerin baute dabei ein unabhängiges und kreatives Gesprächs- und Diskussionsforum auf, das heute selten geworden ist. Ihr Credo ist Miteinander statt Nebeneinander!
Anmeldung erbeten entweder hier über unsere Webseite, telefonisch (030) 54 704 142 mit Angabe Ihres Namens, Ihrer Mailadresse oder Telefonnummer oder per Mail an Renate Zimmermann
Eintritt frei, Austritt: eine Spende an den Förderverein der Bibliotheken in Marzahn-Hellersdorf
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Mit freundlicher Unterstützung des Förderverein der Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf e.V.