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Der unkonventionelle Dokumentarfilm entstand aus einer der Geschichten, auf die die Filmemacher bei einer umfangreichen Recherche für ihren Dokumentarfilm „Cigarettes and Songs / Cigarety a pesničky“ und die „Rom Pop“-DVD „Neve giľa” stießen.
Karel Gott und „Darinka" Dara Rollins sind die großen Idole von Mariena und ihrem Cousin Roman, die in einer Roma-Siedlung im Osten der Slowakei leben. Die beiden sammeln jede Notiz aus Illustrierten und Tageszeitungen und nehmen ihre Idole gegen Geheimdienst- und Betrugsvorwürfe in Schutz. Gemeinsam proben sie ihren Lieblingssong „Zvonky štěstí“ ein und produzieren einen Videoclip, in dem Mariena als „Karel" und Roman als „Darinka" auftreten. Sie schicken die DVD an Karel Gotts Agentur nach Prag, doch die Antwort bleibt aus.Die Inszenierung des „Bells of Happiness“-Clips, eine Mischung aus Overstatement, Ironie und Verneigung vor den Idolen, stammt aus der Feder von Mariena und Roman. Bereits mit ihrem spielerischen Geschlechtertausch provozieren die Protagonisten von „Bells of Happiness“ Nachfragen: inwieweit sind „Roma-Identitäten“ konstruiert? Wie viel Musik steckt wirklich im Alltag der Roma-Siedlungen? Und warum bleiben die Antworten der „weißen“ Elite aus?
Zvonky šťastia / Bells of HappinessSK, CZ 2011, Regie: Marek Šulík, Jana Bučka, 60 Min.Eintritt freiDie Vorführung von „Bells of Happiness“ wird vom FilmFestival Cottbus (5.-10.11.2013) präsentiert, dessen „Fokus“-Sektion sich in diesem Jahr mit Alltag und Geschichte der Sinti und Roma in Osteuropa beschäftigt. Gezeigt werden aktuelle Spiel- und Dokumentarfilme von und über Roma, darunter auch Mira Fornays mehrfach preisgekrönter „My Dog Killer“ (SK, CZ 2012) und Jaroslav Vojteks „The Gipsy Vote“ (SK 2012), das Portrait eines Roma-Kommunalpolitikers.
Weitere Informationen zum Programm : www.filmfestivalcottbus.de