DokuMontag: Trojmezí / The Tripoint
ICAL
Wilhelmstraße / Eingang Mohrenstraße 44 10117 Berlin
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Montag 26.08.2013 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Kategorie: Kino
Für ihren Film fuhr die junge Regisseurin Klára Řezníčková zusammen mit Kommilitonen aus der Prager Filmhochschule FAMU in die Dörfer Hrčava und Bukovec, die sich im östlichsten Teil der Tschechischen Republik befinden, in der Region Těšínsko (Teschener Schlesien), unmittelbar an der Grenze zu Polen und der Slowakei. Die Grenze in diesem Dreiländereck hat nicht nur die historische Entwicklung dieses Gebietes, sondern auch das Leben der Bewohner entscheidend geprägt.Alteingesessene Einwohner erinnern sich vor der Kamera an Dorffeste, bei denen es hoch herging, an dramatische Ereignisse zum Ende des Zweiten Weltkrieges, an den weit verbreiteten Schmuggel von Alkohol, Tabak und Pferden, an die scharf überwachte Grenze der 1980er Jahre und die Kontakte zu den polnischen Grenzbeamten. Die Nationalität spielte im Zusammenleben keine Rolle, einer der Protagonisten fasst das in einem prägnanten Satz zusammen: „Wenn ich sage, dass ich die Tschechen nicht mag – dann mag ich meine Mutter nicht. Wenn ich sage, ich mag die Slowaken nicht – dann mag ich meinen Vater nicht. Und wenn ich sage, ich kann die Polen nicht leiden – dann mag ich meinen Opa nicht“. Im vergangenen Jahr erhielt der poetische Film den Pavel-Koutecký-Preis. Der Jury gefiel, wie treffend die Regisseurin die Atmosphäre des langsamen Vergessens und Verschwindens beschreibt. „Das Gleichgewicht von Bild, Musik und Tempo des Films macht es dem Zuschauer möglich, sich in dieser einmaligen Gegend geradezu zu verlieben“. Wer neugierig geworden ist auf die in Vergessenheit geratene Region und ihre Bewohner, kann bei einem Themenabend am 22.9. mehr erfahren und bei einem Konzert mit dem Liedermacher Jaromír Nohavica einen ihrer Bewohner kennenlernen.Trojmezí / The Tripoint
CZ 2012, 59 min., OmeU, Regie: Klára Řezníčková, Kamera: Martin Polčák
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