DokuMontag: Treating History

ICAL

Wilhelmstr. 44 10117 Berlin - zum Stadtplan

Montag 13.10.2014 - Anfangszeit: 19:00 Uhr

Kategorie: Kino

In seinem filmischen Essay befasst sich Regisseur Vít Janeček mit dem geistigen Erbe von František Kriegl, eines der mutigsten Politiker in der Geschichte der Tschechoslowakei. Als einer von wenigen verweigerte er 1968 seine Zustimmung zur Okkupation seiner Heimat durch die „befreundeten Armeen". Den Namen des Politikers trägt seit Ende der 1980er Jahre ein Preis, den die Charta 77-Stiftung verleiht, um Kriegls Nachfolger hervorzuheben und zu würdigen.

Vier von ihnen wurden als Protagonisten für den Film ausgewählt – der ehemalige Direktor des Staatlichen Umweltfonds Libor Michálek, der Anarchist Jakub Polák, der Gefängniskaplan František Lízna und die Kinderneurologin Alena Dernerová. So entstand eine Collage von verschiedenen Lebenseinstellungen, die das unermüdliche bürgerschaftliche Engagement eint. Die Protagonisten erklären die Umstände ihrer Konflikte mit Bürokratie, Korruption und rassistischen Vorurteilen, von denen sie sich nicht erschüttern ließen und warum sie es ablehnten, schändliche Kompromisse einzugehen. Zugleich äußern sie sich kritisch zum Zustand der tschechischen Gesellschaft und bieten durch ihre Lebenserzählungen eine Inspiration.

Im Anschluss Videokonferenz mit dem Regisseur Vít Janeček

Léčba dějin/ Treating History
CZE 2013, 70 Min., Regie: Vít Janeček

Mehr Infos im Internet:

http://tzberlin.de/?p=5666

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