DokuMontag: One World Echoes - 2 Films

ICAL

Wilhelmstraße / Eingang Mohrenstraße 44 10117 Berlin - zum Stadtplan

Montag 18.11.2013 - Anfangszeit: 18:30 Uhr

Kategorie: Kino

Die Filme der One World Echoes führen uns in Länder, in denen die Stiftung People in Need / Člověk v tísni, die auch das Filmfestival organisiert, mit ihren Menschenrechts- und Entwicklungshilfeprojekten tätig ist.  Die Reihe wird in Zusammenarbeit mit den Tschechischen Zentren von Mai bis Dezember 2013 in vielen europäischen Städten von Brüssel bis Warschau gezeigt.

Eintritt frei 

Pevnost / Fortress
CZ 2012, 70 min., OmeU
Regie: Klára Taskovská und Lukáš Kokeš

Zwanzig Jahre nach dem Ende der Sowjetunion existiert in Europa noch immer ein Staat, in dem bronzene Lenin-Statuen auf öffentlichen Plätzen stehen, wo man sich voller Nostalgie an die guten alten Sowjet-Zeiten erinnert und das Fotografieren auf Bahnstationen strengstens verboten ist. Die Rede ist von Transnistrien, einer Region in der Republik Moldau, die sich als unabhängiger Staat betrachtet, international jedoch von keinem anderen Staat anerkannt wird. In ihrem mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm erzählen die jungen Filmemacher Klára Tasovská und Lukáš Kokeš am Beispiel von mehreren Menschen vom beschwerlichen Alltag in diesem Gebiet, das an einen kommunistischen Themenpark erinnert. Seine Bewohner sind tagtäglich der staatlichen Propaganda ausgesetzt, wenn sie ins Ausland reisen wollen, benötigen sie drei Pässe oder mehr. An der Spitze dieser eigenwilligen Republik steht seit zwanzig Jahren derselbe Präsident. Die allgegenwärtige Geheimpolizei kontrolliert das System, organisiert ist es durch Mafia-ähnliche Machtstrukturen. Jetzt sind wieder Präsidentschaftswahlen – bringen die eine Chance auf Veränderungen?
Montag, 18.11., 18.30 Uhr




The Road: A Story of Life and Death
Regie: Marc Isaacs
UK 2012, 78 min., engl. OF 

The Road, das ist die Autobahn A5, eine der längsten und ältesten Straßen in Großbritannien. Sie  verbindet den walisischen Hafen von Holyhead, wo die Schiffe aus Irland ankommen, mit dem Marble Arch in London. Jahrhundertelang kamen über diese Straße Menschen nach London, die in der Großstadt einen sicheren Unterschlupf suchten, Karriere machen oder einfach einen Neubeginn wagen wollten. Ähnlich waren auch die Erwartungen der Protagonisten des Films, die heute in der Nähe der Verkehrsader leben: eine junge irische Sängerin, die von ihrer Mutter eine Decke und ein Kissen mit auf den Weg bekam, ein Flüchtling aus dem Kaschmir, der hinter seinem Lächeln und dem Daueroptimismus eines Hotelportiers die Sehnsucht nach seiner Frau verbirgt, die er zu Hause zurücklassen musste, oder die 95-jährige Jüdin Peggy, die vor den Nationalsozialisten aus ihrer  Heimat floh. Zwei Begräbnisse finden im Film statt, und die meisten Äußerungen der Protagonisten sind geprägt von der Sehnsucht nach ihrer Heimat, ihrer Familie und dem Gefühl der Fremdheit – so zeigt der Film die heutige Migration aus einem bittersüßen Blickwinkel.
Montag, 18.11., 20.15 Uhr 

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