28.4.12 19:00 Uhr im Filmrauschpalast - Kino in der Kulturfabrik Moabit.
FILM AS A SUBVERSIVE ART:
AMOS VOGEL AND CINEMA 16
Paul Cronin GB 2004 (OV)
FILM AS A SUBVERSIVE ART ist ein einstündiges filmisches Portrat über Amos Vogel, den Gründer des New Yorker Filmfestivals und des bedeutendsten und einflussreichsten amerikanischen Filmclubs Cinema 16.
GODARDLOOP
Michael Baute D 2011
(Installation/Loop)
mit einer Einführung von Michael Baute
Anlasslich der Verleihung des Schweizer Grand Prix Design 2010 an Jean-Luc-Godard enstandene Collage über visuelle Motive in Filmen von Jean-Luc Godard. (Wahrend des Abends als Loop/Installation im Saal)
Film in Ton und Bild (im Foyer)
Live DJ/VJ Set
Hirsch Jopek (Vinyl)
Auri Blitzen (Visuals)
Inspiriert von Amos Vogel und seinem Buch Film als subversive Kunst und dem legendaren von Vogel gegründeten Filmclub Cinema 16 in den 40ern in New York begannen wir vor einem Jahr die Reihe ab:sicht.
In subjektiver, nicht nur filmgeschichtlich bedeutsamer Auswahl, immer aber mit dem Versuch Kontroverses, Subversives, Experimentelles, andere Ansichten, andere Sichtweisen, andere Blickwinkel vorzustellen und zu zeigen, zeigen wir Filme, die man sonst nicht oder sonst nicht oft genug (im Kino) zu sehen bekommt.
Filme, wie der in Deutschland zum letzten mal vor Jahrzehnten im Kino gezeigte experimentelle Why Not: A Serenade of Eschatological Ecology von Sh»saku Arakawa, surrealistisch-dadaistischem von Hans Richter oder Experimentalfilmen von Michael Snow aus den 60er und 80ern, ebenso wie politische, gesellschaftskritische Filme aus den 70ern, wie von der schwedischen Filmemacherin und Feministin Mai Zetterling. Aber auch aktuelle Filme, wie der Dokumentarfilm The Ballad of Genesis and Lady Jaye von Marie Losier oder 20 Cigarettes von James Benning. Zuletzt zeigten wir Filme des danischen Regiepreisgewinners von Cannes 2011 Nicolas Winding Refn und ganz aktuell Godards ersten Film nach 21 Jahren, der offiziell in die deutschen Kinos kam: Film Socialisme.
Neben der Auswahl von 2 Filmen zu einem Doppelprogramm, das durch die Gegenüberstellung/Zusammenstellung auch einen zusatzlichen Aspekt und Mehrwert bieten soll, ist auch die zeitlich variabel gestaltete Pause zwischen den Filmen, die Zeit zum Austausch, Diskussion, Reflexion und dem Bier, der Zigarette bietet, Absicht.
Nach einem Jahr ziehen wir keine Bilanz, sondern freuen uns, dass wir mit einem minimalen Budget und mit ausschliesslich ehrenamtlich tatigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern es schaffen, eine solche Reihe, ein solches Kino zu machen und zu betreiben. Dies wollen wir mit unseren Freunden und Liebhabern dieser Reihe, die sich gerne und immer wieder diese -zanstrengenden-, seltsamen Filme in langen Doppelvorstellungen mit Genuss zu Gemüte führen, und mit den Freunden und Gasten des Filmrauschpalastes feiern.
Zu diesem Jubilaum zeigen wir zwei Filme, die sich mit zwei sehr verschiedenen und wichtigen Mannern beschaftigen, die Großes für das Kino geleistet haben und noch tun (und zwei Lieblinge des Programmleiters dieser Reihe sind): Amos Vogel, (91) und Jean-Luc Godard, (81).
Wir zeigen den Dokumentarfilm von Paul Cronin über Amos Vogel: Film as a subversive Art: Amos Vogel and Cinema 16, den Film, mit dem die Reihe vor einem Jahr eroffnet wurde und im Anschluss mit einer Einführung durch den Regisseur, Godardloop von Michael Baute, eine Collage über visuelle Motive in Godards Filmen mit Ausschnitten aus 43 seiner Filme, der als Loop/Installation den Abend über im Saal laufen wird.
Im Foyer: Film in Ton und Bild, ein Live DJ/VJ Set von Hirsch Jopek und Auri Blitzen.
Der Eintritt ist frei, kommt, bringt Freunde mit und feiert mit uns-¦.