Lindower Str. (Art-Cafe Aviator) 18 13347 Berlin
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Der tatarische Nationaldichter Musa Cälil geriet im Zweiten Weltkrieg schwer verwundet in deutsche Gefangenschaft, beteiligte sich dort an der Verbreitung von antifaschistischer Propaganda mit einer Untergrundgruppe. Die Gruppe wurde verraten und 1944 wird er zusammen mit 10 anderen Tataren in Berlin-Plötzensee hingerichtet. In der Heimat wurde er als Verräter geächtet, kam auf eine Liste besonders gefährlicher Verbrecher...
Musa Cälil, ein liebender Vater, ein Dichter, ein tragischer Held, der durch seine Gedichte weiter lebt. Am 15. Februar, seinem Geburtstag, werden wir Gedichte und Lieder über Liebe und Tod, über Schmerz und Stolz vortragen.
Das Programm:
- Rezitationswettbewerb von Cälil Gedichten (in allen Sprachen). Gedichte von Cälil auf Deutsch: http://home.datacomm.ch/nickvp/welcome.html
- Gesang nach seinen vertonten Gedichten
- Vortrag von Dr. Mieste Hotopp-Riecke - Leiter des Institute for Caucasica-, Tatarica- and Turkestan Studies (ICATAT): "Musa Dschalil als Objekt in Erinnerungspolitik und Interkulturarbeit."
- Prof. Dr. Iskander Gilyazov, Direktor des Instituts für Tataren-Enzyklopädie und Regionalstudien der Akademie der Wissenschaften der Republik Tatarstan wird von seiner Forschung zum Thema "Legion Idel-Ural" erzählen
- Filmvorführung auf Russisch mit deutschen Untertiteln: "Муса Джалиль. Приговоренный к бессмертию." ("Musa Cälil. Zur Unsterblichkeit verurteilt.")
- Networking
Sprachen der Veranstaltung: Tatarisch, Deutsch und, je nach Anforderungen des Publikums Russisch. Der Eintritt ist frei. Die Bühne ist offen: Jeder ist eingeladen, ein Lied nach einem Gedicht von Cälil vorzutragen oder am Rezitationsbewerb teilzunehmen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des internationalen Projekts "Musa Jalil: Leben und Schicksal" und Projekts #tatMADEniaet von Berlin Tatar Yäshläre // Tatarische Jugend Berlins // Berlin Tatar Youth statt und wird von der Wirtschafts- und Handelsvertreter der Republik Tatarstan in der Bundesrepublik Deutschland - Takhir Gataulin, Gesellschaft für Osteuropa-Förderung und Institute for Caucasica-, Tatarica- and Turkestan Studies (ICATAT) e.V. unterstützt.