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In Anlehnung an den Internationalen Frauentag am 8. Marz organisiert -Mafia? Nein Danke!- e. V. am 26. Februar von 18 bis 20 Uhr eine Diskussionsveranstaltung, die sich dem Thema -Frauen und Mafia- widmet.
Einerseits wollen die Organisatoren die Mitwirkung der Frauen an der Organisierten Kriminalitat als Mutter, Ehefrau oder Tochter eines Kriminellen aufweisen. Ein besonderer Schwerpunkt soll hierbei auf die Bedeutung der Frau bei der Wertevermittlung an die eigenen Kindern gelegt werden. Des weiteren soll analysiert werden, inwiefern die Frau Mitschuld an der Aufrechtherhaltung des Mafia-Systems tragt, bzw. inwieweit sie Opfer des selben Systems ist.
"Es ist die Frau, die die Familie leitet, wichtige Entscheidungen trifft und die eigenen Kinder erzieht. Immer auf dem Laufenden, weiß sie alles, aber wenn sie schweigt, tut sie so, als wüsste sie gar nichts, um ein ruhiges Leben zu haben. Sie greift nur ein, wenn es wirklich notig ist. Und in letzter Zeit wird es immer wichtiger einzugreifen, um die eignen Kinder vor einem frühen Tod zu retten."
- Rita Borsellino -
Andererseits zeigen wir die Frau als Antimafia-Aktivistin. Insbesondere soll hier ihre Motivation erlautert und die Erfolge ihrer Arbeit aufgewiesen werden.
"Bevor du die Mafia bekampfst, musst du dich selbst einer Gewissensprüfung unterziehen, und dann, nachdem du die Mafia in dir besiegt hast, kannst du die Mafia mitten unter deinen Freunden bekampfen. Die Mafia sind wir und unser falsches Verhalten."
- Rita Atria -
Wegen ihrer Erfahrung als Antimafia-Aktivistin innerhalb der Antimafia-Kommission des Italienischen Parlaments wird Laura Garavini unser Gast sein und ihren Standpunkt zu dieser Problematik aus politischer Sicht einbringen.
Die ursprüngliche Idee zu der Veranstaltung gab uns die Magisterarbeit von Olivia Liebert über das Thema: -Die Rolle der Frau in der süditalienischen Mafia-. Frau Liebert wird unser Gast sein und ihre Analyse aus dem erziehungswissenschaftlichen Kontext heraus erortern.
Als Expertin, welche die Problematik aus historischem Blickwinkel beurteilen kann, laden wir die Autorin und Dozentin Ombretta IngrascA¬ (-Donne d-™onore-) ein, ihre wertvolle Erfahrung in die Diskussion einzubringen.
Als künstlerischen Beitrag zu der Diskussionsveranstaltung ist eine Fotoaustellung der Sizilianischen Antimafia-Aktivistin Vera Castagnetta vorgesehen, die selbst anwesend sein wird. Sie ist Mitglied des Antischutzgeld-Vereins Addiopizzo in Palermo. Ihre Fotografien zeigen die Aktivitaten des Vereins und die sizilianische Realitat allgemein.