In der nördlichen Luisenstadt sind bis heute eine Vielzahl von Spuren und original Teilen der Berliner Mauer erhalten, z.B. Lampen der Lichtrasse, Zäune, Segmente der Hinterlandmauer, ein Bootsbunker sowie ein zugemauerter Zugang zum U-Bahnhof Heinrich Heine Straße. Auf verschiedenen Grundstücken finden sich die für die „Grenzmauer 75" typischen L-Förmigen Stützelemente aus Beton.
Es fällt dem zuständigen Bezirksamt Mitte und sowie der Senatsverwaltung für Stadtendwicklung nicht leicht diese Zeugnisse der Geschichte angemessen einzuordnen. So differieren auf den Internetseiten des Landes Berlin die Angaben zu diesem Abschnitt des ehemaligen Mauerverlaufes, die unter Schutz stehende Hinterlandmauer ist vom Denkmalamt gar auf einem Grundstück kartiert, auf dem sie sich nicht befindet, der Bunker für die Patrouillenboote steht nicht unter Denkmalschutz. Vor allem hätte, nach dem Vorentwurf des Bebauungsplanes „Holzufer", der im Juli vom Bezirksamt Mitte vorgestellt worden ist, die seit 2005 unter Denkmalschutz stehenden Mauersegmente abgerissen werden müssen. (Das Bezirksamt teilte zwischenzeitlich mit, dass die Mauersegmente erhalten bleiben sollen und der Entwurf des Bebauungsplanes entsprechend überarbeitet wird).
Dies alles erscheint nicht wirklich nachvollziehbar, vor allem in einem Jahr in dem mit großem Aufwand der 25. Jahrestag der Öffnung der Berliner Mauer begangen sowie der Verlauf der Sperranlagen der DDR nachvollziehbar gemacht werden soll. Von daher werden kurzfristig zum „Tag des offenen Denkmales" zwei Fahrradtouren zu den Zeugnissen der Berliner Mauer in der nördlichen Luisenstadt angeboten Start ist der U-Bhf. Heinrich-Heine-Str.