Öffentliche Führung durch das Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde

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Finckensteinallee 63 12205 Berlin - zum Stadtplan

Donnerstag 26.06.2025 - Anfangszeit: 16:45 Uhr

Kategorie: Führungen & Touren

Öffentliche Führung durch das Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde

Das Bundesarchiv bietet am 26.6.2025 um 16:45 Uhr eine öffentliche Führung durch seine Dienststelle in der Finckensteinallee in Berlin-Lichterfelde an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Als obere Bundesbehörde im Geschäftsbereich der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) sichert das Bundesarchiv an insgesamt 23 Standorten im ganzen Bundesgebiet die Zeugnisse der neueren und neuesten Geschichte auf Dauer als Archivgut des Bundes. Als moderne Dienstleistungseinrichtung ermöglicht das Bundesarchiv außerdem die öffentliche Nutzung des Archivguts und leistet damit einen wichtigen Beitrag, um aus den Quellen der Vergangenheit Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.

Das Gelände des Bundesarchivs in Lichterfelde hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. 1873 wurde dort der Grundstein für den Bau der Preußischen Hauptkadettenanstalt gelegt, die 1920 aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags in eine zivile Nutzung als Gymnasium überführt wurde. 1933 bezog die Leibstandarte Adolf Hitler hier Quartier und erschoss während des sog. Röhm-Putsches mehrere Regimegegner und SA-Angehörige. 1945 wurde die Kaserne durch sowjetische Truppen erobert und den Amerikanern übergeben, die hier unter dem Namen „Andrews Barracks“ erneut einen militärischen Standort betrieben. Nach der Wiedervereinigung und dem Abzug der Amerikaner übernahm das Bundesarchiv am 27.9.1994 die Liegenschaft.

Heute liegen hier vor allem die zivilen zentralen staatlichen Unterlagen sowohl aus der Zeit des Deutschen Reiches (bis 1945) als auch der DDR (mit Ausnahme der Stasi- und der NVA-Unterlagen). Die Abteilungen Audiovisuelle Medien (früher: Filmarchiv), Deutsches Reich und DDR/Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv (SAPMO) haben in Lichterfelde ihren Hauptsitz. Die Liegenschaft verfügt mit dem 2021 in Betrieb genommenen Benutzungszentrum über moderne Lesesäle mit 112 Arbeitsplätzen für die Benutzung von Akten, Karten, Bildern, Plakaten, Filmen und Tonaufzeichnungen in analoger und digitaler Form.

Im Anschluss an die etwa einstündige Führung sind alle Gäste herzlich eingeladen, um 18 Uhr an der Vortragsveranstaltung der SAPMO unter dem Titel „Rabenmütter oder Vorbilder für eine gelungene Emanzipation? Frauen in der DDR“ teilzunehmen. Die Direktorin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Frau Dr. Anna Kaminsky, wird in ihrem Vortrag über die Frauenpolitik der SED, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die angestrebte Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der DDR sprechen. Außerdem findet mit und nach dem Vortrag die Eröffnung einer Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung über „Frauen im geteilten Deutschland“ im Foyer des Bundesarchivs statt, die dort bis 10. Juli 2025 zu sehen sein wird.

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