Pankow als Motiv. Max Skladanowsky - Filmpionier und Fotograf
Museum Pankow präsentiert Glasnegative der Gebrüder Skladanowsky
Museumsfest und Lange Nacht der Museen am 17. Mai 2014 von 15 bis 2 Uhr.
Mit Führungen durch die Skladanowsky-Ausstellung und über das ehemalige Fabrikgelände Heyn, Stummfilmvorführung mit Pianobegleitung, Live-Musik sowie Daumenkinoproduktion für und mit den Besuchern des Museums.
Das Museum Pankow mit Hauptsitz an der Prenzlauer Allee im Prenzlauer Berg zeigt ab dem 17. Mai 2014 an seinem zweiten Standort in Pankow eine Ausstellung über den Filmpionier Max Skladanowsky.
Die Pankower Brüder Max (1863-1939) und Emil Skladanowsky brachten bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts erste bewegte Bilder zur Aufführung. Gegen die überlegene Technik der Projektoren von Thomas Edison und den Gebrüdern Lumière konnten sie sich jedoch nicht durchsetzen und gaben das Experimentieren mit dem Medium Film bald wieder auf. Bis heute gilt Max Skladanowsky aber als der deutsche Filmpionier.
Skladanowsky verlegte sich auf den Verkauf von Fotoapparaten und erstellte stereoskopische Aufnahmen sowie die damals sehr beliebten Daumenkinos. In seinem Atelier in der Schönhauser Allee 56 fertigte er seither mit einigem Erfolg aber auch ganz normale Fotografien an. Das Museum Pankow ist im Besitz von 150 Glasnegativen Skladanowskys aus den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts und zeigt davon einen Teil als Positive in der neuen Ausstellung. Mit der Ausstellung wird am 17. Mai auch der 40. Geburtstag des Standortes Heynstraße begangen. Das Museum befindet sich in der Beletage des Hauses, es handelt sich um die ehemalige Wohnung des Stuhlrohrfabrikanten Fritz Heyn. Durch einen Zufall sind einige Wohnräume erhalten geblieben. Sie sind ein herausragendes Zeugnis bürgerlichen Wohnens um 1900, in diesem Originalzustand sind sie in Berlin einmalig.
Max Skladanowsky höchstpersönlich eröffnet um 15 Uhr das Museumsfest und wird die Besucher anhand der Ausstellung durch sein Leben führen. Stummfilmvorführungen mit Klavierbegleitung und Führungen über das ehemalige Fabrikgelände Heyn umrahmen die Ausstellung. Im Filmatelier Skladanowsky können sich die Besucher in historischen Kostümen ablichten lassen und aus den Aufnahmen ein sehr persönliches Daumenkino fertigen, die Big Band der Musikschule begleitet die Veranstaltung.
Direkt im Anschluss des Museumsfestes beginnt die berlinweite Lange Nacht der Museen, bis 2 Uhr kann das Museum besucht werden.
Für Speisen und Getränke ist gesorgt.
Heynstraße 8 in Pankow, zehnminütiger Fußweg von U+S Pankow oder S Wollankstraße
Die gesamte Veranstaltung ist kostenlos.