Theatertreffen 2014@Sony Center Screen Public Viewing

ICAL

Freitag 09.05.2014 - 11.05.2014

Kategorie: Comedy

Beim Theatertreffen@SonyCenterScreen werden auch dieses Jahr wieder Inszenierungen des Theatertreffens Berlin im Sony Center am Potsdamer Platz übertragen. Bei freiem Eintritt können Theaterliebhaber, Touristen und neugierige Passanten Teil des Theatertreffens werden und dabei in Liegestühlen entspannen.
beim Theatertreffen deutschsprachiger Bühnen werden die zehn "bemerkenswertesten" Inszenierungen der Saison gezeigt –  ausgewählt von einer Jury aus Theaterkritikern. In diesem Jahr wurden daraus drei besondere Theateraufführungen von 3sat zur Aufzeichnung ausgewählt:

Freitag, 09. Mai 2014, 19.00 Uhr – „Fegefeuer in Ingolstadt“ (Münchner Kammerspiele)
von Marieluise Fleißer | Regie: Susanne Kennedy
Regisseurin Susanne Kennedy schafft eine irritierende Installation menschlicher Grausamkeit: nüchtern grau, statisch und kühl. Trotz der Hitze. Die Figuren, wie hineingestellt in die Szenerie, sprechen im Playback die Texte ihres jeweiligen Lebens.
Olga ist schwanger und niemand darf es wissen. Denn es ist eine Schande. Da bietet sich der Außenseiter Roelle als Vater an. Die Demütigungen nehmen ihren Lauf … All die Figuren sehnen sich und wissen es nicht besser, als ein Gefühl, irgendeins, vom anderen zu erpressen. Nur nicht der Letzte sein!
Ein verstörend schönes Bild über das Zusammenspiel von kleinbürgerlicher Enge und religiösem Wahn, für das Kennedy von „Theater heute“ zur Nachwuchsregisseurin 2013 gewählt wurde.

Samstag, 10. Mai 2014, 16.00 Uhr – „Zement“ (Residenztheater, München)
von Heiner Müller | Regie: Dimiter Gotscheff
Die Revolution: Wieder – und noch einmal – muss sie befragt werden; nach ihrer Unmöglichkeit, sie durchzustehen. Nach den Chancen, aus ihr zu lernen. Nach den Opfern, die es aufzubringen gilt. Und nach der Rechtfertigung für diese Opfer.
Der Regisseur Dimiter Gotscheff erzählt archaisch und klar in großen, rituellen Bildern von dieser Befragung. An einem bedrohlich düsteren Unort trifft der Heimkehrer Gleb auf die Überbleibsel seines früheren Lebens und reibt sich auf zwischen Ideal und Überleben. Zement ist die letzte Regiearbeit von Dimiter Gotscheff, der im Oktober 2013 verstarb.

Sonntag, 11. Mai 2014, 16.00 Uhr – „Onkel Wanja“ (Schauspiel Stuttgart)
von Anton Tschechow | Regie Robert Borgmann
Sommer. Hitze. Lebensekel. Die Figuren in Tschechows Szenen aus dem Landleben sind damit beschäftigt, sich zu langweilen oder aber unglücklich zu lieben. Wir nehmen teil an einem Beziehungsgefüge, das ganz langsam auseinandergleiten wird, lethargisch, zuweilen eruptiv.
Schwirrend gedehnter Augenblick eines Sommers.
Robert Borgmann inszeniert entschleunigt und mit der nötigen Zeit, die es braucht, damit die Dinge sich entwickeln können. „Ein erstaunlich dynamisches Stillstandszenario“, so die Jury des Theatertreffens.

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