Fünf schwule Männer leben in einer Wohngruppe recht und schlecht zwangsläufig zusammen. Ein etwa 70-jähriger ehemaliger Schauspieler, der es nicht lassen kann hin und wieder Shakespeare-Texte zum Besten zu geben, durch seine beginnende Demenz aber alles durcheinander bringt. Sexuell noch sehr aktiv, nutzt er die Chance dem vom Job-Center zwangsweise eingestellten Betreuer mit Geld zu kleinen „ Gefälligkeiten“ zu überreden. Was tut man nicht alles, wenn man für 1 Euro 50 die Stunde ackern muss! Wenn man täglich von einer Heulsuse umgeben ist , die(der) den Tod seines Geliebten nicht überwinden kann und zu jeder Gelegenheit mit dessen Foto in der Hand heult und heult. Dann gibt es einen Kubaner, der unbedingt in Deutschland bleiben will, Kuba Libre säuft und dessen einzige Möglichkeit nur noch eine Scheinehe ist , um Aufenthalt zu bekommen. Aber wo findet man eine Olle, die sich darauf einlässt,wenn man kein Geld hat. Maiki, ein zurückhaltender Mensch aus der ehemaligen DDR, leidet an den Spätfolgen eines fürchterlichen Knastaufenthaltes. Zwischen drin, der Friseur, der keiner mehr ist und der sich zu gerne als Angie Dickinson für Arme herausputzt, weil seine verstorbene Mutter ihr so ähnlich sah und er mit ihr 100 mal und mehr den Film Dressed to Kill angeschaut hat. Und dann gibt es noch die Putze Uschi. Auch sie vom Job-Center gezwungen, die Räumlichkeiten sauber zu halten. Ausgerechnet in `ner Schwulen WG, wo sie doch Schwule nicht ausstehen kann. Nach fünf Jahren Ehe, teilt ihr Mann ihr mit, dass er homosexuell ist. Außerdem gefällt ihr gar nicht, dass sich immer mehr Ausländer in diesem Land breit machen.
Von Harmonie keine Spur. Gott sei Dank gibt es das treudeutsche Gesöff Eierlikör, wenigstens etwas Süsses, woran man nippen kann. Ob das ein gutes Ende nimmt?
Das und mehr erfährt man, wenn man Zeuge dieses tragisch-komischen Stückes wird , das von einer spielfreudigen Laientruppe unterhaltsam in Szene gesetzt wird.
House of Life: Unchick, Uncool, Unhip, Untrendy...und voll Berlin!
Als erste und einzige Langzeit-Pflegeeinrichtung in Berlin bietet das House of Life ein vielseitiges und altersadäquates Angebot für Menschen, die im Alter von 25 - 55 Jahren hier einziehen und leben. Das House of Life ist ein offenes Haus. Kunst und Musik machen das Haus und diesen Saal, sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner als auch für die Stadt Berlin, zu einem einzigartigen Ort der Begegnung. Dieser Saal fungiert als weitere Schnittstelle zwischen der Innenwelt des House of Life und der Welt „draußen“ .
Sonntag, 03. Februar - 16.00 Uhr
Saal des House of Life (Reinhold-Voht-Saal)
Blücherstraße 26 B 10961 Berlin
www.house-of-life.net
facebook.com/reinholdvoht.saal.
Eintritt in Form einer Spende zugunsten der Bewohner des House of Life und
der Theatergruppe willkommen.
Karten an der Abendkasse oder als Reservierung unter holtickets@gmx.de
Veranstalter: Förderverein House of Life e.V.