neuer Spielterin: 06.10.17 um 16Uhr im Max-DelbrückCentrum für Molekulare Medizin
im Gebäude C 83, Raum: Axom2
Die DNA ist der Informationsträger aller Lebewesen. Wer diese Information lesen und schreiben kann, wird neue Informationen produzieren und damit neue Welten kreieren. Biologie und Ingenieurswissenschaften sind verschmolzen und haben mit der „Synthetischen Biologie“ völlig neue Möglichkeiten, kleine und große Lebewesen zu verändern. Was bedeutet „Leben“ in Zeiten der technischen Manipulation?
Der vom Menschen gesteuerte Gentransfer zwischen Mikroorganismen, Pflanzen und Tieren wird das Verständnis von Körper, Individualität, Identität, Zugehörigkeit, Öffentlichkeit, Recht, Sicherheit, Ressourcen, Eigentum usw. und nicht zuletzt das der Politik stark verändern. Die Frage danach, was Leben ist, wird neu definiert. Durch die neue Zusammensetzung von DNA verschiedener Organismen, seien es Menschen, Tiere oder Pflanzen, entsteht eine neue grenzüberschreitende Art: die EinzigArt!
"Nach drei Milliaden Jahren ist das darwinistische Intermezzo jetzt vorüber. Die Epoche der Evolution, die auf dem Konkurrenzkampf zwischen Spezies beruhte, ist vor etwa 10 000 Jahren zu Ende gegangen, als eine einzige Spezies, der Homo Sapiens, damit begann, die Biosphäre zu dominieren und neu zu gestalten. [...] Wir bewegen uns jetzt schnell auf das Zeitalter, in dem es nur noch unsere Spezies gibt, und die Regeln des Open Source nicht mehr nur für den Austausch von Software gelten, sondern auch auf den Austausch von Genen ausgedehnt werden."Freeman Dyson"Leben und Sterben sind eine ganz andere Sacheals „das Leben“ als abstraktes Konzept."Donna HarawayEin Theaterstück für alle Nicht-Biologen. Ab 14 Jahren
MIT Franziska Ritter, Katharina Hauck, Rudi Keiler Gómez de Mello REGIE Carlos Manuel MUSIK Mathias Hinke AUSSTATTUNG Fred Pommerehn TECHNIK Marvin Wrobel / Gilles Stein PRODUKTION Julia Schreiner
„EinzigArtig“ in Kooperation mit Wissenschaft im Dialog; mit freundlicher Unterstützung des Max-Delbrück-Centrums Buch; eine Koproduktion der jtw spandau; gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa